Mannheim

Empfang Oberbürgermeister würdigt Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaftsmitgliedern

Die Stadt sagt Danke

Archivartikel

Die Stadt Mannheim würdigt das Engagement der Gewerkschafter seit mehr als 50 Jahren mit einem Empfang. Mit einer Feierstunde im Technoseum haben Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Jens Lehfeldt, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Mannheim/Rhein-Neckar West, die rund 170 Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder begrüßt. Wieland Stahnecker, Student der Popakademie, umrahmte das Programm musikalisch.

„Wir finden es toll, dass die Stadt die Arbeit der Gewerkschaften würdigt“, sagte Lehfeldt. Kurz bestätigte, dass das Verhältnis zwischen der Stadt und dem DGB-Kreisverband gut sei.

„Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit – so lautet unsere Kampfansage an die Feinde der Demokratie“, sagte Lehfeldt. „Das heißt, wir kämpfen solidarisch für eine gerechte Gesellschaft, in der alle Beschäftigten einen fairen Anteil an dem Wohlstand erhalten, den sie erwirtschaftet haben.“ Man wolle für eine vielfältige Gesellschaft, in der Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen haben, kämpfen.

„Große Zukunftsaufgaben“

Gleichzeitig wies Lehfeldt darauf hin, dass die Gesellschaft gute und sichere Arbeit benötige, die sowohl unbefristet als auch tariflich bezahlt ist. „Was wir nicht brauchen, sind prekäre Arbeit und einen noch größeren Niedriglohnsektor.“ Er monierte, dass für fast fünf Millionen Menschen ein Minijob die einzige Erwerbsquelle sei. „Das sind oft 100-Euro-Job oder Arbeit auf Abruf“, so der Ehrenamtliche. Das sei häufig im Verkauf, aber auch in der Ambulanten Pflege der Fall. Auch, dass Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen verdienen, ärgert ihn. „Betriebsräte stehen für Vielfalt, für Solidarität und für Demokratie im Betrieb“, sagte Lehnfeldt.

Die Gewerkschaften wünschen sich unter anderem mehr Schutz für Beschäftige, ein gerechtes Steuersystem, bezahlbare Wohnungen und eine Gesellschaft, in der sich die Bürger keine Sorgen um ihre Zukunft machen müssen. „Diese großen Zukunftsaufgaben können wir nur als mitgliederstarke Gewerkschaften bewältigen, die auf europäischer und internationaler Ebene eng mit ihren Schwestergesellschaften zusammenarbeiten.“ cap