Mannheim

Dienstag, 7. November 1989

Riesa gilt bis heute als Sportstadt. Vor der Wende war Mannheims ostdeutscher Partner zwar eher für seine Stahlindustrie bekannt, dennoch war die Lokalausgabe der „Sächsischen Zeitung“ („SZ“) an diesem Dienstag, dem 7. November, geprägt von Sportberichterstattung. Es ist aber ein anderes Thema, das Aufmerksamkeit verdient.

Auf der Riesa-Seite erschien in der „SZ“ täglich eine Rubrik mit dem Titel „Auf ein Wort“. Diejenige vom 7. November ist interessant. Denn 1989 stand die Forderung nach einem besseren Umweltschutz im Raum. Der Kreisvorsitzende der Gesellschaft für Natur und Umwelt schrieb der „SZ“ einen Brief: „Ich denke nur an die Luftsituation in Gröditz (Kleinstadt nordöstlich von Riesa, Anm. d. Red.), die Einleitung von Industrieabwässern in die Elbe, die Verunreinigung vieler Bereiche (...).“ Die „SZ“ bemerkt dazu: „Klar, es geht also um Umweltsch(m)utz. Ein Thema, das – endlich vom Tabu befreit – auch in unserem Blatt künftig eine stärkere Rolle spielen muss.“ 

Zum Thema