Mannheim

Videoüberwachung Ausschreibung läuft

Digitale Kameras am Bahnhof

Mannheim.Im Zuge des geplanten Ausbaus der Videoüberwachung in Mannheim hat die Stadt jetzt die analogen Kameras am Bahnhofsvorplatz durch vier digitale Geräte ersetzt, die dort filmen. Das sagte eine Rathaus-Sprecherin auf Anfrage. Für Kauf und Installation der Kameras, die künftig zusätzlich Parade- und Marktplatz sowie Breite Straße und Alten Meßplatz überwachen sollen, laufe derzeit die Ausschreibung.

Bis Ende Juni könnten Firmen ihre Angebote abgeben, so die Sprecherin. Dann könne die Installation folgen. Wann die abgeschlossen ist und ab wann an den neuen Orten konkret gefilmt wird, dazu konnte die Stadtsprecherin keinen genauen Termin nennen. Polizeipräsident Thomas Köber hatte bei der Vorstellung der Kriminalstatistik im März gesagt, man wolle „im Sommer“ mit dem Filmen auf dem Alten Meßplatz beginnen, danach sollten die anderen Örtlichkeiten folgen. Klaus Eberle, Leiter des Rathaus-Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, sprach jüngst im Bezirksbeirat Neckarstadt vom „ehrgeizigen Ziel“, die Kameras auf dem Alten Meßplatz „im Juli/August“ zu installieren.

Kosten von 880 000 Euro

Mit insgesamt 71 Geräten an 29 Standorten am Bahnhofsvorplatz, in der Innenstadt und auf dem Alten Meßplatz wollen Stadtverwaltung und Polizei für mehr Sicherheit sorgen (wir berichteten). Die Bilder laufen im Polizeipräsidium auf Monitoren auf, vor denen Beamte sitzen. Bei einer Straftat schicken sie einen Streifenwagen los. Langfristig soll eine sogenannte intelligente Überwachung zum Einsatz kommen. Das heißt: Statt der Beamten am Monitor soll ein Computerprogramm die Kamerabilder auswerten. Es kann Personen, die schlagen oder treten oder zu Boden gehen, erkennen und gibt dann Alarm. Mannheim wäre deutschlandweit die erste Stadt, in der ein solches Programm genutzt würde.

Den Kauf und die Montage der Kameras bezahlt die Stadt. Für die Erneuerung am Hauptbahnhof waren 80 000 Euro eingeplant, für die notwendigen Geräte in der Innenstadt und auf dem Alten Meßplatz 800 000 Euro. Aktuell wird nur auf dem Bahnhofsvorplatz gefilmt. Dort läuft die Überwachung bereits seit dem Jahr 2007. 

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