Mannheim

Bildung Carl-Benz-Schüler besuchen „Mannheimer Morgen“

Diskussion über Falschnachrichten

Archivartikel

Übertreibungen und Unwahrheiten: Ganz genau schauen Zehntklässler der Carl-Benz-Schule (CBS) zurzeit hin, wenn sie Medien in die Hand nehmen – oder sie auf ihren Smartphones anklicken. Sie sind Fake-News (Falschnachrichten) auf der Spur. „Wir haben sogar welche selbst erstellt“, berichtet Robin.

Robin ist einer von einem Dutzend Zehntklässlern der CBS, die am Donnerstag gemeinsam mit Deutschlehrerin Jennifer Röhr den „Mannheimer Morgen“ besuchen. „Kommunikative Manipulation“: So heißt die Unterrichtseinheit, mit der die Schüler sich derzeit beschäftigen. Sie nutzen das Gespräch mit dieser Redaktion, um über den Umgang mit Falschnachrichten im journalistischen Alltag zu diskutieren.

Im Unterricht haben sie auch den Pressekodex behandelt – eine Sammlung journalistisch-ethischer Grundregeln. Mit den Redakteuren Angela Boll und Bertram Bähr diskutieren die Zehntklässler unter anderem über Persönlichkeitsrechte, journalistische Sorgfaltspflicht und Glaubwürdigkeit von Quellen. Ein Beispiel: Als vor dreieinhalb Jahren ein Geiselnehmer im Viernheimer Kinopolis 18 Menschen in seine Gewalt brachte, machte im Internet ein Gerücht über 50 Tote die Runde – eine Falschnachricht, wie sich rasch herausstellte.

Besonders spannend: die Teilnahme an zwei Redaktionskonferenzen, in denen Manöverkritik an der aktuellen Ausgabe geübt wird und mögliche Themen der beiden nächsten Tage besprochen werden. Dabei wird deutlich, dass den meisten Schülern die Berichterstattung über das Coronavirus zu groß ist – ein Thema, über das auch innerhalb der Redaktion diskutiert wird. 

Zum Thema