Mannheim

Soziales Veranstaltung kann online verfolgt werden

Diskussion zum Thema Sucht

Archivartikel

Der 4. November ist der bundesweite Aktionstag zur Suchtberatung. Aus diesem Grund lädt die Mannheimer Arbeitsgemeinschaft Sucht (MAS) am Mittwoch, 4. November, dazu ein, online an einer Veranstaltung zum Thema „Die Wirkung von sozialer Arbeit“ teilzunehmen. Von 16 bis 18 Uhr spricht Klaus Schellberg von der Evangelischen Hochschule Nürnberg im Saal der Abendakademie. Der Vortrag des Hochschulprofessors trägt den Titel „Suchtberatung wirkt – Den gesellschaftlichen Mehrwert von Suchthilfe mit Hilfe des Social Return on Investments bestimmen“.

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Sucht statt. Teilnehmer sind der Mannheimer Bürgermeister für Bildung, Jugend und Gesundheit, Dirk Grunert, die Mannheimer SPD-Politikerin und Kulturwissenschaftlerin Claudia Schöning-Kalender, der Arbeitserzieher Marc-Olivier Storz, Philip Gerber vom Drogenverein Mannheim und Klaus Schellberg. Die ganze Veranstaltung kann per Livestream über die Facebookseite der Mannheimer Abendakademie verfolgt werden. Fragen und Anmerkungen können über die Chatfunktion gestellt werden.

Häufig Probleme mit Cannabis

In Baden-Württemberg haben sich im Jahr 2018 rund 67 000 Menschen Hilfe bei Suchtberatungsstellen geholt. Hauptgrund waren Probleme mit Cannabiskonsum, während Alkohol- oder Opiatabhängigkeiten rückläufige Zahlen aufweisen. Das geht aus der Suchthilfestatistik 2018 der Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg hervor. „Suchtkranke Menschen sind in der aktuellen Situation besonders gefährdet und brauchen professionelle Hilfe und Unterstützung. Das zeigen die rasant angestiegenen Anfragen in den Beratungsstellen seit Beginn der Corona-Krise“, sagt Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg.

„Das Angebot ist für viele überlebenswichtig und darf nicht aufgrund der prekären Finanzsituation der Kommunen dem Rotstift zum Opfer fallen. Das hätte fatale Auswirkungen auf die Betroffenen, besonders jetzt, wo verschärfte Corona-Einschränkungen die Psyche stark belasten und Rückfälle drohen“, so Wolfgramm. Diese Meinung vertritt auch Philip Gerber, der Geschäftsführer beim Drogenverein Mannheim ist: „Suchtberatung wirkt sich positiv auf unser gesamtes Gesellschaftssystem aus. Durch die Hilfe der Betroffenen verbessern wir deren Lebenslage und vermeiden Belastungen im Umfeld.“ 

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