Mannheim

Medien Erster Journalismus-Tag des „Mannheimer Morgen“ im Jugendkulturzentrum forum /Austausch zu Fakten und Verkleidung

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Archivartikel

Rund um die Uhr prasseln auf uns Informationen ein – und das nicht nur, wenn wir die Zeitung aufschlagen oder den Fernseher anmachen, sondern immer, wenn wir im Internet unterwegs sind. Das Netz hat den Journalismus nachhaltig verändert: Er wurde vielfältiger, aber auch unübersichtlicher , lauter und unqualifizierter. Die gesunde Skepsis vieler gegen unseriöse Medienangebote ist inzwischen auch Herausforderung für Reporter, ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit.

„Journalismus, und damit unsere Arbeit, muss sich heutzutage mit mehr Misstrauen auseinandersetzen. Auch deshalb müssen wir mehr denn je unser Handeln offen legen, Transparenz und Klarheit schaffen, welche Informationen woher kommen, welche guten und bösen Absichten dahinter stecken“, sagt Dirk Lübke, Chefredakteur des „Mannheimer Morgen“ (MM). Diese Aufgabe will die Zeitung mit dem Journalismus-Tag am Donnerstag erfüllen.

Vormittags arbeiten erfahrene „MM“-Redakteure und Journalisten der Weiterbildungseinrichtung „Reporterfabrik“ mit rund 150 Mannheimer Schülern zum Thema „Fake News erkennen“, Prüfung von Quellen und Gewichtung von Informationen. „Zu unseren Kernaufgaben zählt: prüfen, prüfen, prüfen. Das ist was anderes als von vornherein zu behaupten und zu beharren, die Wahrheit gepachtet zu haben“, so Lübke. Am Nachmittag tauscht sich Chefredakteur Lübke mit etwa 20 ehrenamtliche Pressewarten von Vereinen aus der Region aus und erläutert an praktischen Beispielen und Übungen, wie eine gute Zusammenarbeit mit Medien funktionieren kann. Moderiert von der „ZDF“-Moderatorin Maja Weber diskutieren am Abend ab 19 Uhr SWR-Studioleiterin Dagmar Schmidt, Ex-„Spiegel“-Reporter Cordt Schnibben und Lübke zum Thema „Fakten und Verkleidung: Wie Nachrichten entstehen, überprüft und bewertet werden“. Der Eintritt ins Jugendkulturzentrum forum, Neckarpromenade 46, ist frei.

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