Mannheim

Landgericht Prozess beginnt nun am 11. April

Dorint-Fall vertagt

Archivartikel

Der Prozess um einen Faustschlag mit tödlichen Folgen konnte gestern wegen der Erkrankung des Verteidigers nicht eröffnet werden. Das Landgericht hat den Verhandlungsauftakt auf Donnerstag, 11. April, vertagt. Verantworten muss sich ein 29-Jähriger, der bereits am 2. Juni 2015 vor dem Dorint-Hotel in der Mannheimer Innenstadt einem 68-jährigen Passanten einen Faustschlag verpasst haben soll. Laut Anklage seien die beiden zuvor zusammengestoßen, wobei das Handy des 29-Jährigen auf den Boden fiel. Das soll Auslöser für eine zunächst verbale Auseinandersetzung und schließlich für den Faustschlag gewesen sein. Der 68-jährige sei daraufhin zu Boden gestürzt und mit dem Kopf auf dem Gehweg aufgeschlagen. Das Ausmaß der Verletzung zeigte sich allerdings erst drei Tage später: Aufgrund einer Hirnblutung verlor der Mann das Bewusstsein. Fünf Wochen später starb er an einer Lungenentzündung, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.

Monatelang hatte die Polizei nach dem Täter gesucht. Der nun angeklagte 29-Jährige stellte offenbar nach der TV-Sendung „Aktenzeichen XY . . . ungelöst“ fest, dass nach ihm gefahndet wurde und stellte sich der Polizei. Gegen Auflagen kam er auf freien Fuß. Er muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Weil Haftsachen am Gericht bevorzugt behandelt werden müssen, dauerte es weitere drei Jahre bis zum Prozess, der nun erneut um zehn Tage verschoben wurde.