Mannheim

Kultur Zum 13. Mal langes Wochenende mit Kunst und Musik

Drei Tage Licht in der Neckarstadt

Kunst, Kultur und viel Musik sind es, die die Lichtmeile in der Neckarstadt ausmachen. An drei Abenden zeigte sich der Stadtteil von seiner leuchtenden Seite. Zum Auftakt am Freitagabend stand die Musik im Vordergrund. Die reichte vom irischen Folk im Alten Volksbad über Techno in Edith's Stadthofladen, Flamenco und Jazz im Café Rost, Techno in der Waldstraße bis zu Klassik in der Herz-Jesu-Kirche.

Nach und nach füllte sich jeder dieser Orte trotz Regens mit Leben. Viele Besucher kamen auch aus der weiteren Umgebung, um den multikulturellen Stadtteil näher kennenzulernen - und um in sonst verschlossene Hinterhöfe zu schauen.

"Der sonst doch eher etwas verrufene Stadtteil präsentiert sich an drei Abenden von seiner hellleuchtenden Seite", stellen die Besucher Steffen Müller, Saskia Wolter und Dustin Dillenkofer fast etwas überrascht fest. Sie lassen sich von der Musik durch den Stadtteil treiben.

Am Samstag öffneten die Ateliers für Besucher aus nah und fern. Das regnerische Wetter machte den Veranstaltern zwar wieder einen Strich durch die Rechnung. Aber vor allem junge Leute ließen sich nicht von einem Gang durch den Stadtteil abhalten. Neben den offenen Ateliers, in denen Kunst ganz unterschiedlicher Genres gezeigt wurde, spielte auch an diesem Abend Musik eine große Rolle - allerdings eher die leiseren und harmonischen Töne. So trug der Songwriter Panchi im Tivoli erstmals seine eigenen Texte, nur begleitet von seiner Gitarre, vor.

Klassik auf der Voit-Orgel

In der Lutherkirche erklang die romantische Voit-Orgel jede Stunde für jeweils rund 20 Minuten, aus einem Fenster in der Langstraße sangen drei Künstler abwechselnd. Da blieben die Zuschauer doch staunend auf der Straße stehen und lauschten in Gedanken versunken Liedern wie "Das darfst Du nicht, nein, das darfst Du nicht".

Am Sonntag schließlich stand nach Kunst für Kinder "Literatur an ungewöhnlichen Orten" auf dem Programm. Im Hinterhof der Buchbinderei Schrimpf, im Turmzimmer der Herz-Jesu-Kirche, in der Lutherkirche, in der Alm am Alten Bahnhof oder im Alten Volksbad war es spannend, düster - und manchmal auch ziemlich heiter. has

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