Mannheim

Fußball Menschlichkeit als Erfolgsgeheimnis des Traineroriginals / Vor Spielen Stubenappell um Mitternacht bei seinen Söhnen / Auch Mutter und Tochter sportlich veranlagt

Dröhnendes Lachen – das Markenzeichen von Fips Rohr

Wenn Fips Rohr lachte, dann wackelten die Bäume am Stollenwörthweiher, wo er im Sommer – als Pensionär – fast täglich anzutreffen war. Er drehte in dem Naturgewässer seine Runden, um fit zu bleiben. Werner Trill, der langjährige Leiter der Sportredaktion dieser Zeitung, schrieb ein sehr persönliches Vorwort zu Rohrs Büchlein „Ein Bloomaul am Ball“: „Der beliebte Pädagoge, der Fußballer, der Trainer, der liebenswerte Mensch, versteht mit dröhnendem Lachen Eis zu brechen, wo immer es sich auftut.“

Im Jahr 1971 gab es beim VfL Neckarau in der 1. Amateurliga Nordbaden (3. Liga) für kurze Zeit folgende Konstellation: Vater Fips war der Trainer, und seine fünf Söhne spielten in der 1. Mannschaft. Als Buchautor verriet Fips Rohr später auch Interna aus dem Familienleben: „Es kam vor, dass ich gegen Mitternacht, am Tag vor dem Spiel, zu Hause kontrollierte, ob meine Söhne alle brav im Bett lagen. So geschah es auch, dass ich da und dort einen Zettel aufs Bett legen musste mit der Aufschrift: „Du konnschd morge ausschloofe; Du brauschd nid zu schbiele.“

Aber nicht nur die Jungs im Hause Rohr sind sportbegeistert. Mutter Elisabeth war 1939 mit dem VfR Mannheim Deutsche Meisterin im Feldhandball und Tochter Helga 1961 mit dem TSV 1846 Mannheim Deutsche Mannschaftsmeisterin im Turnen. Franziska, Tochter von Rüdiger Rohr, war das erste Fußball spielende Mädchen in Hoffenheim – in einem Bubenteam. Lozu

Zum Thema