Mannheim

Bürgerversammlung Regierungspräsidium informiert über anstehende „Ertüchtigung“ des Rheindamms / Interessen-Gemeinschaft will Baumfällungen verhindern

Drohender Kahlschlag ruft Kritiker auf den Plan

Mannheim.Ist die Sanierung des Rheindamms im Mannheimer Süden „alternativlos“? Müssen deswegen etwa 1000 Bäume – oder sogar mehr – entlang des Damms im Waldpark und auf dem Lindenhof gefällt werden?

Bei einer Bürgerversammlung, zu der das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe ins John-Deere-Forum eingeladen hatte, informierten sich gestern Abend mehr als 400 Mannheimer über das anstehende Großprojekt. Viele Anwohner, allen voran die Lindenhöfer Bürger-Interessen-Gemeinschaft (BIG), wollen den drohenden Kahlschlag im grünen Süden verhindern und fordern, alternative Sanierungsmethoden für den Damm zu prüfen. Bisher, so Wolf-Rainer Lowack und Wolf Engelen von der BIG, habe das Land selbst auf dem Rheindamm Bäume zur Stabilisierung gepflanzt – zuletzt am Bellenkrappen.

Armin Stelzer, Referatsleiter im RP, verweist dagegen auf die aktuellen technischen Regelwerke für den Hochwasserschutz am Oberrhein, wonach die Dämme baumfrei zu halten seien. Ein zusätzliches Gutachten zur Minimierung des Eingriffs in den Baumbestand soll vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erstellt werden. Die Entwurfsplanungen zur Ertüchtigung des knapp vier Kilometer langen Dammabschnitts seien weitgehend abgeschlossen, mit dem Baubeginn sei ab 2020 zu rechnen.