Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen 50 Plastiken aus Frankenthal

Edles Porzellan gestiftet

Archivartikel

Sie stammen großteils aus der Frühzeit der Frankenthaler Manufaktur, die 1755 unter Kurfürst Carl Theodor gegründet wurde: Rund 50 fragile Kostbarkeiten bereichern nun die Porzellansammlung der Reiss-Engelhorn-Museen. Mit Hilfe zahlreicher Förderer konnte sie angekauft werden. Eine Auswahl ist im Foyer im Museum Zeughaus zu sehen.

Bei dem „Weißen Gold“ handelt es sich meist um Plastiken mit großem und kunstvoller Bemalung, etwa von Alltagsszenen wie Knaben bei der Apfelernte oder ein Kind auf seinem Steckenpferd. Auch die Begeisterung des 18. Jahrhunderts für den Fernen Osten zeigen die Stücke. Sie wurden über mehrere Jahrzehnte von dem Sammler Paul Wilhelm Enders zusammengetragen. Eine enge Verwandte, Ursula Barber, die zuletzt in Feudenheim lebte, vermachte sie 2018 dem Deutschen Krebsforschungszentrum.

Stiftungen helfen

Dank dessen Unterstützung und dem Engagement der Gesellschaft der Keramikfreunde, der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, der Karin und Carl-Heinrich Esser Stiftung sowie des Mannheimer Altertumsvereins konnte die erlesene Sammlung nun angekauft werden. Im Zeughaus trifft sie auf Geschirre aus der Sammlung Enders/Barber, die als Erbschaft ans Haus kamen. „Die Reiss-Engelhorn-Museen beherbergen die weltweit größte und bedeutendste Sammlung an Frankenthaler Porzellan. Der Neuzugang ergänzt unsere bisherigen Bestände auf das Vortrefflichste“, freut sich der zuständige Direktor Christoph Lind: „Wir können Lücken schließen und auf diese Weise die große Könnerschaft der Frankenthaler Manufaktur in ihrer ganzen Breite abbilden.“ 

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