Mannheim

Denkmalschutz Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord gibt an Trägerverein einen Zuschuss zur Sanierung des Museumsschiffs

Ein Beitrag zum Erhalt eines Wahrzeichens

Der Sparkasse Rhein Neckar Nord ist es „ein besonderes Anliegen, einen Beitrag zum Erhalt dieses einmaligen Wahrzeichens sowohl der Binnenschifffahrt als auch Mannheims zu leisten“. Mit diesen Worten begründete Helmut Augustin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, eine Spende von 5000 Euro, welche die Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord zur Sanierung des historischen Raddampfers beisteuert.

Für Unternehmer und Bloomaul Rolf Götz, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des deutschen Rheinschiffahrtsmuseums, ist das „ein weiterer, hochwillkommener Beitrag zur Überholung des Schiffes und dem folgenden Ausbau der Ausstellung“, bedankte er sich bei Augustin und der Stiftung der Sparkasse. Der von Götz geführte Verein will das Museumsschiff vom Technoseum übernehmen, das sein bisher größtes Exponat (wie mehrfach berichtet) abgeben möchte. Die offizielle Übergabe wird derzeit vorbereitet. Man werde das Schiff sanieren, wieder für das Publikum öffnen und dann dauerhaft betreiben, so Götz. „Vielversprechende neue Angebote für die Gastronomie beschäftigen uns“, sagte er bei der Spendenübergabe.

Besuch mit der Familie

Die Stadt hat dazu 100 000 Euro als ihren Anteil an den Sanierungskosten zugesagt, wofür Götz ebenso dankte wie für weitere Beiträge. Das Technoseum selbst steuert 250 000 Euro aus seinen Rücklagen bei, das Land 50 000 Euro. Vom Bund kommen auf Vermittlung des Mannheimer Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) weitere 300 000 Euro, wie Götz hervorhob. „Wenn der versprochene Bundeszuschuss ausbezahlt ist, können wir die ,Mainz’ auf die Werft bringen“, erklärte er. „Wir sind froh und dankbar, die Sanierung endlich angehen zu können. Wenn alles gut läuft, könnten die Pforten des Museumsschiffs schon im Sommer wieder öffnen – vorbehaltlich Corona lässt es zu“, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung des deutschen Rheinschiffahrtsmuseums.

Der Verein war schon 1977 gegründet worden und hat 1980 von der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrts AG den Raddampfer „Mainz“ als Museumsschiff geschenkt bekommen. Der Verein sanierte das Schiff mit Spendengeldern und übergab es 1986 an das Landesmuseum, das es nun wieder abgeben will. Daraufhin springt nun der Verein, der eigentlich bereits seine Auflösung beschlossen hatte, wieder ein.

Sparkassen-Vorstand Augustin hat das Museumsschiff bis zu seiner Schließung im Dezember 2018 bereits mehrfach gemeinsam mit seiner Familie besucht. Gerne erinnert er sich an den historischen Kessel- und Maschinenraum inklusive Dampfmaschine und Schaufelräder, Modelle verschiedener Schiffstypen, Informationen zu Schleusenvorgängen, Verladeanlagen sowie zur Begradigung des Rheins. „Wir freuen uns schon heute auf die Wiedereröffnung und sind gespannt, ob uns auch unsere mittlerweile schon älteren Kinder noch mal an Bord begleiten werden“, so der Sparkassen-Vorstand.

Zum Thema