Mannheim

Natur Verein bittet Bevölkerung, auf Sauberkeit im Käfertaler Wald zu achten / Ironische Plakataktion soll für das Thema sensibilisieren

Ein Drittel mehr Müll am Karlstern

Archivartikel

In Zeiten der Corona-Pandemie zieht es immer mehr Menschen in die grüne Natur. Im Käfertaler Wald hat das allerdings inzwischen auch unerfreuliche Folgen: Der Förderverein „Freunde des Karlstern“ beobachtet, dass offenbar immer mehr Müll im Wald nicht ordnungsgemäß entsorgt wird. In den letzten Wochen habe die Menge des Mülls etwa um ein Drittel zugenommen, teilt der Verein mit.

Beschäftigte des Vereins sammeln regelmäßig achtlos weggeworfene Papiertaschentücher, Kunststoffflaschen oder mit Hundekot gefüllte Plastiktüten ein. Da vieles davon nicht in den Mülleimern lande, müsse man es vermehrt aus der Natur holen, so der Vorsitzende Wolfgang Katzmarek.

Die Freunde des Karlsterns haben deshalb eine ironische Plakataktion gestartet. „Achtung. Bitte auf den Kopf aufpassen, denn das fällt wohl alles vom Himmel!“ ist auf den Plakaten neben Bildern von bedenklosen Hinterlassenschaften zu lesen. Schließlich will es häufig niemand gewesen sein. Ohne erhobenen Zeigefinger wolle man so auf die Situation hinweisen, erklärt Wolfgang Katzmarek. „Wir bemühen uns, den Käfertaler Wald als kostenloses Naherholungsgebiet für die Bevölkerung zu erhalten und zu pflegen. Dann wäre es schön, wenn viele Menschen daran mitwirken würden.“ 

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