Mannheim

Geburtstag Chefarzt und Ärztlicher Direktor Markus Haass wird 60 / Mitglied des Bloomaul-Auswahlkomitees

Ein engagierter Mediziner mit viel Herz

Man sieht es ihm nicht an, wenn er mit schnellem Schritt, jugendlich anmutender Leichtigkeit, stets optimistisch und gut gelaunt über die Gänge des Theresienkrankenhauses eilt. Aber tatsächlich – Markus Haass, der vielfältig gesellschaftlich sowie sozial engagierte Chefarzt und Ärztliche Direktor, wird heute 60 Jahre alt. Weil er selbst nicht so richtig daran glauben mag, feiert er den besonderen Geburtstag im Urlaub.

„Herzensangelegenheiten“ haben ihn bekannt gemacht. So nennt der Kardiologe seine sehr populäre Reihe von Gesundheitsseminaren, in denen er leicht verständlich innere Erkrankungen, mögliche Vorbeugung und Therapien erklärt. Den Titel hat er bewusst doppeldeutig gewählt. Aufzuklären und Krankheiten zu verhindern – das ist ihm eine Herzensangelegenheit. Der Herzspezialist ist aber ebenso ein Mann mit viel Herz, der moderne Medizin mit großer Menschlichkeit verbindet, neben Diagnostik und Therapie auf viel individuelle Zuwendung sowie gelebte christliche Werte setzt.

Kunstfreund und Oldtimerfan

Auch wenn er längst als überzeugter Mannheimer gilt, ist der Arzt-Sohn 1959 in Mainz geboren. Er studierte Medizin in Würzburg, Heidelberg und Mannheim. Nach zwei Jahren in den USA setzte er die fachliche und wissenschaftliche Ausbildung am Uniklinikum Heidelberg fort. Im Juli 2002 kam er als Chefarzt der Abteilung Innere Medizin II (Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin) ans Theresienkrankenhaus und wurde 2016 zum Ärztlichen Direktor berufen.

Entspannung findet der Vater von zwei erwachsenen Kindern und Lehrbeauftragte der Uni Heidelberg zunächst in der Familie. Die geht ihm über alles. Mit ihr startet er gerne zu Abenteuerurlauben, etwa mit dem Jeep durch Burma, mit Dromedaren durch die Wüste oder mit dem Rentierschlitten durch Finnland bei Minus 40 Grad.

Der große Freund britischer Oldtimer liebt aber ebenso Ausfahrten mit seinen Freunden vom Schnauferlclub, fuhr gerade im Februar die berühmte Histo Monte Rally.

Zudem ist Haass ein großer Kunstliebhaber und auch ein erfahrener Kenner, der vor dem Kauf eines Werks gerne die Künstler in ihrem Atelier besucht, ihre Arbeit intensiv kennenlernt. Zugleich ist ihm wichtig, Kunst breiten Bevölkerungskreisen näherzubringen. Daher hat er als aktives Lions-Mitglied 2007 die Veranstaltungsreihe „Lions Art“ mitinitiiert und beim Start wichtige Pionierarbeit geleistet. Auch im Vorstand des Kunstvereins, des Fördervereins des Skulpturenparks Heidelberg sowie des Kuratoriums der Kunsthalle engagiert sich Haass.

Sozialen Einsatz hat er schon oft durch Unterstützung der „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“, für die er mal eine große Benefizgala organisierte, gezeigt. Als stellvertretender Vorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung ist ihm wichtig, im Sinne des Stifters Gutes zu tun, soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen. 2008, nach dem Tod von Bloomaulorden-Stifter Rainer von Schilling, durfte er zudem dessen Platz im dreiköpfigen Auswahlkomitee für diese hohe bürgerschaftliche Auszeichnung übernehmen; berufen von seinen beiden Komitee-Kollegen Bert Siegelmann und Achim Weizel.