Mannheim

Ein Markenzeichen

Archivartikel

Die Begeisterung war nicht einhellig, als das Land vor 15 Jahren die Popakademie aus der Taufe hob. Ob man zum Beispiel einen Studiengang für Popmusik-Design wirklich brauche, fragte die heutige Grünen-Finanzministerin Edith Sitzmann einst im Landtag. Heute zweifelt daran niemand mehr ernsthaft. Auch wenn es keine Überraschung mehr ist, kann es zum Geburtstag ruhig noch einmal gesagt werden: Die Popakademie ist eine Erfolgsgeschichte für Stadt und Land geworden.

Die staatliche Hochschule ist nicht nur ein Markenzeichen Mannheims, sie versorgt Stadt und Region auch mit kreativen Köpfen. Nicht verwunderlich ist es da, dass auch der frischgewählte Nachtbürgermeister gerade sein Master-Studium in der Hafenstraße beendet.

Lange musste sich die Popakademie dafür rechtfertigen, dass sie keine Chartstürmer am laufenden Band „produzierte“. Dabei lautete der Anspruch der Hochschule stets, junge Menschen so auszubilden, dass sie von der Musik leben können. Nach Angaben von Co-Direktor Udo Dahmen gelingt das 90 Prozent der Absolventen.

Jüngst hat Alice Merton bewiesen, dass ehemalige Popakademie-Studenten durchaus das Zeug zum Top-Star haben. In Deutschland werden zudem häufig diejenigen übersehen, die vor allem im Ausland erfolgreich sind. Bachelor- und Master-Absolvent Jonas Mengler etwa hat für asiatische Bands mehrere Nummer-Eins-Alben produziert. Alles Erfolgsgeschichten „made in Mannheim“.

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