Mannheim

Jubiläum II Auch Mick Jagger und Cat Stevens besuchten Club

Ein Ort für Prominente

Archivartikel

Es wurde über die Jahre fast zu einem ungeschriebenen Gesetz: Wer etwas auf sich hält, geht im „Tiffany“ ein und aus – eine Regel, die mit zunehmender Selbstverständlichkeit auch für all jene Prominenten zu gelten schien, die das Scheinwerferlicht jenseits ihrer eigenen Auftritte sonst eigentlich mieden.

Und doch hatte es seinen ganz eigenen Grund, aus dem von Mick Jagger bis Tom Jones Granden der Gesellschaft ihre Abende im „Tiffany“ genossen. Nämlich die Ruhe, auf die sie sich bei Inhaber Tom Esselborn verlassen konnten. „Ich habe diese Persönlichkeiten niemals behelligt und hätte es auch nicht zugelassen, dass ein Gast es tut“, wie Esselborn klarstellt – und sich mit dieser strengen, aber eindeutigen Regel einflussreiche Freunde mit Verbindungen in die höchsten Kreise machte.

Dass auf Empfehlung befreundeter Unternehmer König Carl Gustav von Schweden den Weg von der Formel 1 in Hockenheim in seinen Laden fand, mag beeindruckend klingen. Aber dass ein Star wie Cat Stevens die Stationen seiner Europa-Tournee in den 70ern so legen ließ, dass er die Nächte im „Tiffany“ verbringen konnte, markiert den Status dieser Institution. Einer, die feierwütige Adler-Spieler in den 90ern vor dem Zorn von Trainer Heinz Weisenbach bewahrte und sportlichen Ikonen wie Wladimir Klitschko, Boris Becker oder Steffi Graf den roten Teppich ausrollte. Ein Kult, der längst noch nicht der Vergangenheit angehört. mer