Mannheim

Finanzen Rathaus rechnet mit genauen Zahlen Mitte Mai

Einbrüche bei Steuer erwartet

Archivartikel

Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie rechnet die Stadt Mannheim mit „erheblichen Einbrüchen bei der Gewerbesteuer“. Das sagte eine Rathaus-Sprecherin auf Anfrage. Viele Geschäfte hätten schließen müssen, Aufträge und Umsätze vieler Firmen seien eingebrochen. Das wirkt sich auf die Gewerbesteuer aus, die hiesige Firmen an die Stadt zahlen.

Genau beziffern lasse sich der Ausfall aber aktuell noch nicht, so die Sprecherin. Dazu müsse man die Steuerschätzung des Bundes abwarten. Voraussichtlich Mitte dieses Monats würden erste Zahlen für Mannheim vorliegen, heißt es aus dem Rathaus. Zu der Frage, ob in Mannheim geplante Großprojekte wie die Nationaltheater-Sanierung, die Bundesgartenschau oder der Neubau der Stadtbibliothek jetzt in Gefahr seien, äußerte sich die Verwaltung deshalb nicht.

Angst vor Haushaltssperren

In einem Brandbrief an den Gemeindetag Baden-Württemberg hatte der Bürgermeister von Neckargemünd jüngst auf drohende Finanzlöcher der Kommunen aufmerksam gemacht. Aus dem Mannheimer Rathaus heißt es dazu ebenfalls, die Corona-Pandemie führe „in allen Städten zu gravierenden finanziellen Belastungen“. Das liege auf der Hand: „Einnahmen brechen weg – das gilt gerade auch für viele kommunale Unternehmen – und die Ausgaben steigen.“ Es liefen Gespräche mit Bund und Land „über kommunale Rettungsschirme“, die aber noch nicht zu beziffern und in ihrer Dimension einzuschätzen seien, so die Stadt Mannheim weiter. „Der Städtetag sieht es als volkswirtschaftlich notwendig an, seitens Bund und Land dafür zu sorgen, dass Haushaltssperren vermieden werden können.“ Schließlich seien mehr als 75 Prozent der Ausgaben der Stadt Mannheim Zuschüsse, soziale Hilfen und Aufträge an Unternehmen.

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