Mannheim

Universität Cornelia Ruhe wird in die Heidelberger Akademie der Wissenschaften aufgenommen – als erste Mannheimerin

„Eine Ehre für mich und die Fakultät“

„Ich war sehr überrascht, habe mich aber auch sehr gefreut“, sagte Cornelia Ruhe, Romanistin der Mannheimer Universität, gestern dem „MM“. Der Grund für Überraschung und Freude: Sie wurde als erste Frau aus Mannheim in die renommierte Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt. Dies wurde gestern bekannt gegeben. „Es ist eine große Ehre für mich und die Fakultät – vor allem auch ein Ansporn“, sagte Ruhe. Die offizielle Aufnahme findet am 26. Januar 2019 statt.

Ruhe, 1973 geboren, ist Professorin für Romanische Literatur- und Medienwissenschaft. Nach ihrem Studium wurde sie 2002 an der Universität Konstanz mit einer Arbeit zur Literatur der maghrebinischen Immigration in Frankreich promoviert. Sie schrieb noch ein zweites Buch zum französischen Immigrationskino und habilitierte sich 2009 in Konstanz mit einer Arbeit zur Rezeption russischer Literatur in Frankreich und Spanien.

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der französischen Literatur, des Films des 20. und 21. Jahrhunderts und der postkolonialen Literaturen.

Die Akademie des Landes Baden-Württemberg fördert den fächerübergreifenden Austausch unter anderem durch Vorträge, Veranstaltungen oder interdisziplinäre Forschungsprojekte von jungen sowie etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Seit 1909 verfolgt sie die Tradition der 1763 durch Kurfürst Carl Theodor gegründeten Kurpfälzischen Akademie, die herausragenden Wissenschaftler des Landes zum fächerübergreifenden Gespräch und zu gemeinsamer Grundlagenforschung zusammenzuführen.