Mannheim

Eine klare Ansage

Viel ist über den Nachtbürgermeister diskutiert worden, seit die Stadt ihre Pläne bekannt gegeben hat, ein solches Amt einzurichten. Die Aufgaben des Amtsinhabers sind klar formuliert: Er soll bei Problemen zwischen Anwohnern und Clubbetreibern vermitteln und dafür sorgen, dass die Veranstalter untereinander besser vernetzt werden. Für diese Stelle braucht es einen guten Kommunikator. Hendrik Meier, das zeigt sich im Gespräch, hat das Potenzial, das leisten zu können.

Meier wirkt nicht überheblich, im Gegenteil: Er ist offenbar jemand, der sich gerne unterhält – und zwar mit jedem. Dazu gehören Anwohner genauso wie Restaurant- und Barbetreiber und eben auch das Partyvolk. Er möchte sich für jeden Einzelnen einsetzen, sagt er – und das wirkt auch glaubwürdig. Ganz nüchtern erzählt er von Konflikten, die er beheben, oder von Live-Musik-Veranstaltungen, die er organisieren möchte – um die Stadt als „Unesco City of Music“ attraktiver zu machen. Der neue Nachtbürgermeister betont, sich für Subkulturen stark zu machen und alle Bewohner Mannheims abholen zu wollen. Eine klare Ansage, an der er sich nach einem Jahr messen lassen muss.

 
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