Mannheim

Industriehafen Brand bei Recyclingbetrieb

Einsatz bis zum Mittag

Von nachts um 3.30 Uhr bis zur Mittagspause am Donnerstag – so lange dauerte ein Einsatz der Feuerwehr auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens in der Industriestraße. Laut Polizei gab es aber keine Verletzten und keinen Sachschaden.

Die Feuerwehr war gegen 3.30 Uhr zunächst von einem Mitarbeiter der Firma Bunge alarmiert worden, der im Hafengebiet Feuerschein beobachtete. Neben dem Löschzug der Hauptfeuerwache und einem weiteren Fahrzeug der Wache Nord rückte auch das Feuerlöschboot aus, um aus dem Kaiser-Wilhelm-Becken auf der Rückseite des Betriebs die Flammen zu bekämpfen.

„Es brannte ein Müllberg, etwa 30 Quadratmeter groß, mit gemischten Siedlungsabfällen, also Metall, Papier, Kartonagen, Kunststoffe“, so Ralph Rudolph vom Führungsdienst der Berufsfeuerwehr: „Wenn das brennt, gibt es schnell neben einer starken Rauchentwicklung intensiv riechende Gase“. Daher entschied er sich, die Warnapps Nina und Katwarn auszulösen und die Bürger der umliegenden Stadtteile zu bitten, Fenster und Türen zu schließen.

Ehrenamtliche unterwegs

Zudem wurden acht Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehr Neckarau, die auf Umwelteinsätze spezialisiert sind, mobilisiert. Mit drei Spezialfahrzeugen nahmen sie Messungen vor, „aber es gab keine Feststellungen“, so Rudolph – sprich keine über den Grenzwerten liegende Schadstoffe in der Luft. Durch den Einsatz des Wasserwerfers vom Feuerlöschboot sowie zahlreicher weiterer Rohre habe man die Lage aber „schnell gut in den Griff“ bekommen, so Rudolph, und die Ausweitung des Brands auf umliegende Lagerhallen verhindert. Nach dem Schichtwechsel am Morgen ging es aber noch bis zum Mittag weiter. „Wir müssen den Berg abbaggern, um an die Glutnester dranzukommen – das dauert“, erläuterte Stefan Beck, der Einsatzleiter. pwr

Info: Fotostrecke und Video unter morgenweb.de/mannheim

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