Mannheim

Einschränkung des Alkoholverkaufs im Jungbusch: Polizei nach erster Nacht zufrieden

Archivartikel

Mannheim.Nach der ersten Nacht des Verkaufsverbots von Alkohol für den Straßenverzehr im Stadtteil Jungbusch hat die Mannheimer Polizei ein erstes positives Fazit gezogen. In der Nacht zum Samstag hat sie die Einhaltung des Verbots gemeinsam mit Beamten des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Bediensteten des Quartiersmanagements überwacht. Verkäufer zeigten sich nach Auskunft der Beamten aufgeklärt und kooperativ. Mehrere potenzielle Kunden seien noch vor Betreten der Verkaufsstellen auf das Verbot hingewiesen worden. Das Areal in der Hafenstraße war in der Nacht zum Samstag spärlicher besucht als an vorherigen Wochenenden.

Die Stadt Mannheim hat eine Allgemeinverfügung erlassen, nachdem der Verkauf von alkoholischen Getränken im Jungbusch an Wochenenden begrenzt wird. Demnach gelten zwischen 22 Uhr und 6 Uhr Verbote für den Verkauf für den Verzehr auf offener Straße. Gaststätten ist es nach wie vor gestattet, im konzessionierten Gastronomie- und Außenbereich Alkohol zum unmittelbaren Konsum vor Ort auszuschenken.

"Weniger Aggressionspotenzial"

Durch die Maßnahmen habe man wesentlich weniger alkoholisierte Personen festgestellt, heißt es von der Polizei. Auch das alkoholbedingte Aggressionspotential sei deutlich verringert gewesen. Lediglich gegen 2 Uhr sei es zu einer Auseinandersetzung mehrerer, noch unbekannter Personen gekommen, bei der ein 20-Jähriger verletzt wurde. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Polizeipräsident Andreas Stenger kommentierte die Erkenntnisse aus der ersten Nacht mit gültigem Alkoholverkaufsverbot in der Mitteilung: "Ob diese positive Entwicklung im Jungbusch weiter anhält, wird sich zeigen. Meine Kolleginnen und Kollegen werden auch an den kommenden Wochenenden - bereits am heutigen Samstag wieder - vor Ort im Einsatz sein, um gemeinsam mit der Stadt Mannheim die Durchsetzung des Alkoholverkaufsverbots zu gewährleisten."

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