Mannheim

27 waagerecht Familie Lochbühler verhinderte Abriss

Einzigartiges Museum

Archivartikel

Er ist ein Jugendstilbau: 1909 bis 1911 errichtet, hat dieser 38 Meter hohe Wasserturm eine besondere Form, gilt architektonisch als herausragend – und er hat einen Spitznamen: „Glatzkopp“ wird er genannt. Im Gegensatz zu vielen anderen Türmen in Mannheim besteht er nicht aus einem gemauerten Schaft, sondern ist ein Achteck aus Stampfbeton mit zylindrischem Behälter aus Stahlbeton sowie rundem Dach aus Kupferblech. Bis 1956 war er in Betrieb, dann verfiel er und der Abriss drohte. 1978 erwarb ihn die Firma Lochbühler und erhielt damit ein Stück Lokal-, aber auch Familien- und Industriekulturgeschichte. Zum 90. Geburtstag von Carl Lochbühler 1989 erfolgte die erste Renovierung – und das Kuppelgewölbe erhielt Lichter, die der Sternenkonstellation vom 31. Juli 1899, dem Geburtstag von Carl Lochbühler, nachempfunden sind. 2010 bis 2012 haben Firma und Familie Lochbühler den Turm mit viel Liebe zum Detail und großem Aufwand nicht nur komplett saniert, sondern dort auch Europas einziges Aufzugsmuseum eingerichtet. Welcher einst selbstständige Ort hat ihn errichtet? pwr

Zum Thema