Mannheim

Wettbewerb Sophie-Charlotte Hilpert vom Ursulinen-Gymnasium gewinnt im Bereich Mannheim-West / Bezirksentscheid am 27. März auf der Rheinau

Elfjährige liest sich mit Mordgeschichte zum Sieg

„Mord ist nichts für junge Damen“ von Robin Stevens und „Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool“ von Stephanie Polák brachten ihr den Sieg: Sophie-Charlotte Hilpert, Schülerin des Ursulinen-Gymnasiums, hat die Jury beim ersten von zwei Stadtentscheiden des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels 2019/2020 in der Filiale der Stadtbibliothek auf der Rheinau überzeugt. Die Entscheidung sei der Jury nicht leichtgefallen, sagte Bibliotheksleiter Norbert Kugel zu den jungen Teilnehmern des Stadtentscheids für den Bereich Mannheim-West.

Sportliche Schülerin

Dann holte der Bibliotheksleiter die acht Mädchen und Jungen auf die Bühne – sie alle seien Sieger, betonte Kugel. Die Sechstklässler waren im Lesesaal der Stadtteilbibliothek als Vertreter ihrer Schulen im Vorlesen gegeneinander angetreten. Gewinnerin Hilpert wird Mannheim neben dem Sieger des zweiten Stadtentscheids Mannheim Nord-Ost-Süd beim Bezirksentscheid im Bereich Karlsruhe Nord am 27. März vertreten. Die Elfjährige vom Ursulinen-Gymnasium überzeugte die fünfköpfige Jury, zu der neben Vorlesepatin Marianne Volz sowie den beiden Bibliothekarinnen Elisabeth Weingärtner und Cordula Kiel auch die beiden Vorjahressieger Trina Israel (Ursulinen-Gymnasium) und Emilio Fausto (Johanna-Geissmar-Gymnasium) gehörten, mit sicherem Auftreten und viel Ausdruck beim Vortragen.

„Mord ist nichts für junge Damen“ ist Hilperts Lieblingsbuch, ein Thriller für Jugendliche von der amerikanischen Schriftstellerin Robin Stevens. Ort der Handlung ist die Deepdean-Mädchenschule. Als Daisy Wells und Hazel Wong ihr eigenes, streng geheimes Detektivbüro gründen, gibt es zuerst gar kein wirklich aufregendes Verbrechen zum Ermitteln. Doch dann entdeckt Hazel die Lehrerin Miss Bell tot in der Turnhalle. Sophie-Charlotte Hilpert trug mit klarer Stimme eine spannende Passage vor. Geübt habe sie allein zu Hause, erzählte sie. Die Elfjährige, deren Lieblingsfächer Latein, Musik, Mathe und Sport sind und auch in ihrer Freizeit viel Sport treibt (Karate und Hockey) sowie gern malt, liebt Krimis und lustige Geschichten. Für die Passage aus dem eigenen Lieblingsbuch hatten alle Teilnehmer drei Minuten Zeit. Bei den meisten fiel die Wahl auf Fantasy und Science Fiction. Erwartungsgemäß war auch ein Harry-Potter-Vorleser unter den Schülern. Danach musste jeder jedoch auch aus einem fremden Buch vorlesen: „Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool“ von Stephanie Polák hatte Bibliotheksleiter Kugel für den Wettbewerb ausgesucht.

Der Vorlesewettbewerb zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben: Rund 600 000 Mädchen und Jungen beteiligen sich jedes Jahr. Seit 1959 wird er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Die Rheinauer Filiale der Stadtbibliothek ist seit gut 30 Jahren Ausrichter des Wettbewerbs in Mannheim. Weil es in der Stadt so viele Schulen gibt, wurde der Wettbewerb vor etwa zehn Jahren in die Bereiche West und Nord-Ost-Süd unterteilt. Dadurch gibt es auch je zwei Teilnehmer aus Mannheim beim Bezirksentscheid, der am 27. März um 14 Uhr ebenfalls auf der Rheinau stattfindet.

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