Mannheim

Geburtstag Altstadtrat Helmut Wetzel wird 80 Jahre alt

Engagiert für Neckarau

Archivartikel

Erst vor kurzem versendet er eine Einladung zur Einweihung einer Gedenktafel am ehemaligen Neckarauer Entbindungsheim Altendorf-Groh am 15. September, in dem 1969 Steffi Graf geboren wird. Eine interessante Initiative – wie so viele in Neckarau bisher und wohl auch in Zukunft. Denn Helmut Wetzels Tatendrang ist ungebrochen, auch wenn der langjährige Stadtrat an diesem Samstag stolze 80 Jahre alt wird.

Sein Engagement für Neckarau ist umso bemerkenswerter, als der Jubilar sein Leben am anderen Ende der Stadt startet: Geboren am 7. September 1939 auf dem Waldhof, beginnt er wie Vater und Großvater 1953 seine berufliche Laufbahn bei der „Zellstoff“, der heutigen SCA.

Politische Heimat in der SPD

Wetzel erlernt den Beruf des Starkstromelektrikers, bildet sich fleißig fort, kommt schließlich 1965 über BBC ans Grosskraftwerk nach Neckarau. Zunächst wird er Chef der Betriebselektronik, dann der Instandhaltung, zuletzt der Öffentlichkeitsarbeit fürs GKM – eine Aufgabe, die für ihn Herzenssache bleibt.

Seine politische Heimat ist einstmals wie heute die SPD, deren Neckarauer Ortsverein er insgesamt 18 Jahre lang führt. 1975 wird er Mitglied des Gemeinderates und bleibt dies drei Jahrzehnte lang, bis er 2004 aus freien Stücken aufhört. Seine Themen im Stadtparlament: natürlich Energieversorgung sowie Erhalt des historischen Erbes der Stadt.

Rettung der Friedhofskapelle

Dem widmet sich Wetzel auch im Ehrenamt. Im Verein Geschichte Alt-Neckarau folgt er 2007 dem legendären Günter Herbert im Vorsitz. 2002 gründet er einen Förderverein, der die historische Friedhofskapelle rettet; finanzielle Basis dieses Riesen-Projektes bilden die Spenden anlässlich seines 60. Geburtstages 1999. Auf stadtweiter Ebene führt er viele Jahre lang den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Seinen Festtag begeht der Jubilar im Urlaub – mit Ehefrau Ursula, Kindern und Enkeln, die im gemeinsamen Haus im Niederfeld eine muntere Großfamilie bilden. (Bild: Gross)

Zum Thema