Mannheim

Corona-Krise Kinderschutzbund sieht die Kleinen benachteiligt

„Enttäuschendes Signal“

Zum Internationalen Tag der Familie weist der Kinderschutzbund erneut auf die drängende Notwendigkeit hin, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen.

Die Debatte um Lockerungen der Corona-Maßnahmen habe sich sehr schnell vor allem um die Gewerbefreiheit gedreht. Für die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen von Kindern habe es lange keinen konkreten und verlässlichen Plan gegeben. „Erst nach Protest von Eltern und Kinderschutzorganisationen gibt es nun etwas Bewegung,“ sagt Julia Wahnschaffe, Geschäftsführerin des Landesverbandes Baden-Württemberg.

Die Große Koalition hatte sich auf die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz verständigt. „Dass die Bundesregierung in dieser Frage keine weiteren Anstrengungen unternimmt, ist ein Armutszeugnis und ein enttäuschendes Signal an die Familien in Deutschland,“ sagt die Vorsitzende des Ortsverbandes Mannheim, Iris Krämer.

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