Mannheim

PFC-Belastung Behörde untersucht Lebensmittel

Erhöhte Werte in Mais und Weizen

Erhöhte Belastungswerte mit krebserregenden polyfluorierten Chemikalien (PFC) wurden in diesem Jahr beim sogenannten Vor-Ernte-Monitoring bei Mais und Weizen aus dem Mannheimer Norden gefunden. Dies teilte das Regierungspräsidium Karlsruhe mit. Bei insgesamt fünf Proben seien „Beurteilungswerte überschritten“ worden. Bei dem Vor-Ernte-Monitoring werden landwirtschaftliche Erzeugnisse vor Beginn der Ernte überprüft.

Wie berichtet, mussten in diesem Sommer mehrere hundert Kilo belasteter Honig aus dem Norden der Stadt aus dem Verkehr gezogen werden. Als unbedenklich erwiesen sich dagegen Erdbeeren und Spargel, die auf den Äckern nördlich von Sandhofen angebaut wurden. Etwa 244 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche sowie zahlreiche Grundwasserbrunnen sind dort mit den künstlich erzeugten Chemikalien belastet. Mit Substanzen aus der PFC-Stoffgruppe werden beispielsweise Textilien oder Einwegbecher aus Pappe imprägniert. Zuerst bekannt wurde die Bodenbelastung im Jahr 2013. Teils stark erhöhte PFC-Werte gibt es auch in Mittelbaden, wo die Substanz sogar im Blut von Anwohnern nachgewiesen wurde. lang

Info: PFC-Infos des Regierungspräsidiums unter bit.ly/2SXZcN0