Mannheim

Spendenaktion Armenischer Junge im Klinikum operiert / Weitere Therapien nötig

Erik kämpft gegen den Krebs

Archivartikel

Mannheim.„Rettet Erik! Jeder Euro zählt!“ prangt auf einem Flyer, der einen kleinen Jungen zeigt. Auf der Rückseite wird die Geschichte eines sechsjährigen Buben aus Armenien erzählt, der nach Arzt-Irrfahrten mit Fehldiagnosen endlich in der Kinderklinik der Universitätsmedizin (UMM) wegen einer bösartigen Erkrankung des Weichteilgewebes (Sarkom) operiert und bestrahlt wurde, außerdem eine Chemotherapie erhielt.

Viele Spenden

Nach Rückkehr in die Kaukasusregion ist der Krebs allerdings zurückgekommen – wie sich bei der Kontrolluntersuchung offenbarte. Weil die finanziellen Mittel der Familie erschöpft sind, hat die Erzieherin der Kinderklinik, Martina König-Reismann, eine Spendenaktion gestartet und auf diese Weise 8575 Euro zusammenbekommen – beispielsweise für die aus Deutschland stammenden Medikamente für eine zweite Chemotherapie, diesmal in Armenien.

„Ich wollte einfach nicht hinnehmen, dass für Erik nichts mehr getan werden kann, weil das Geld dafür fehlt“, blickt Martina König-Reismann zurück. Sie hat den Jungen in jenen Monaten kennengelernt, als er im Jahr 2018 in der UMM-Kinderklinik behandelt worden war. „Ich saß oft bei ihm am Bett, wenn es ihm schlecht ging, er nicht ins Spielzimmer konnte.“

Krankheit kam zurück

Allerdings war damals die Hoffnung groß, dass Erik den Kampf gegen den Krebs gewinnen würde. „Wir sind bei der Entlassung davon ausgegangen, dass er wieder gesund ist“, kommentiert auch der leitende Oberarzt, Matthias Dürken. Doch die gute Prognose bewahrheitete sich leider nicht: Es bildeten sich in der Lunge tückische Absiedelungen, der schon besiegt geglaubte Krebs war wieder da.

Ermutigt von spontanen Spenden bei einem Stammtisch und unterstützt von einer Grafikerin, die ohne Honorar einen Info-Flyer entwarf, trommelte die Erzieherin der Kinder-Krebsstation für Spenden, damit Erik erneut behandelt werden kann. „Toll, wie viele reagiert haben, und dafür möchte ich allen danken.“ Beispielsweise erlöste Mitstreiterin Sabine Klotz im Kinderfriseur „Pippi“ mit Schminken und Spielzeugverkauf über tausend Euro.

Überweisungen kamen auch von der Bensheimer „Tour der Hoffnung“ und der Mannheimer „Aktion für krebskranke Kinder“. Außerdem gingen auf dem Konto kleine und größere Beträge zwischen zehn und 250 Euro ein. Wer mehr über Erik erfahren möchte, kann mit Martina König-Reismann Kontakt aufnehmen, Tel. 0163/92 65 519.