Mannheim

PFC Ursache der Belastung bleibt ungeklärt

Ermittlungen eingestellt

Archivartikel

Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren wegen verunreinigter Ackerböden im Mannheimer Norden eingestellt. Das teilte die Behörde gestern mit. Es bestand der Verdacht, dass ein Mitarbeiter eines Düngemittelherstellers für die Verschmutzung verantwortlich ist. Der konkrete Tatverdacht gegen den Mitarbeiter habe sich allerdings nicht erhärtet. Auch weitere Ermittlungen gebe es in dem Fall nicht, das sagte eine Staatsanwältin dieser Zeitung auf Nachfrage.

Es geht um die Belastung von Äckern mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Sandhofen. Die Stoffe sind dort vor Jahren entdeckt worden. Im vergangenen Herbst teilte die Stadt mit, dass Spuren von PFC auf nahezu allen untersuchten Flächen nachweisbar seien. Als belastet müssten 244 von 317 Hektar eingestuft werden. Auch bei den Beregnungsbrunnen sei überall PFC nachweisbar, als belastet gelten 16 von 56 Bohrlöchern.

Die Staatsanwaltschaft prüfte, ob ein Mitarbeiter für die Herstellung von Düngemitteln „unter Verletzung der geltenden Grenzwerte und damit für eine Kontamination der Umwelt verantwortlich war“. Das konnten die Ermittler aber nicht belegen. Die problematischen Werte auf den Äckern seien nicht ausreichend, ein strafrechtlich relevantes Verhalten von konkreten Personen zu belegen. Eine Täuschung oder unzureichende Information des Düngemittelherstellers durch einen oder mehrere seiner Lieferanten könne ebenso wenig ausgeschlossen werden wie ganz andere Ursachen der Bodenbelastung. bro