Mannheim

Corona-Krise Abfallwirtschaft reduziert das Angebot

Erste Abstriche bei Sperrmüll

Die Stadt reagiert jetzt mit Einschnitten bei der Müllabfuhr auf die Corona-Krise. Ab sofort wird die Sammlung des Grünschnitts eingestellt. Wo er schon zur Abholung auf die Gehwege gelegt wurde, werden die Bürger gebeten, ihn vom Gehweg zu entfernen und in ihrem Garten zu deponieren. Grünschnitt wird auch bei den Recyclinghöfen nicht mehr angenommen. Diese Einrichtungen auf der Friesenheimer Insel und im Morchhof bleiben zwar zunächst geöffnet, aber es kommt zu längeren Wartezeiten. Daher appelliert die Stadt an die Bürger, von Abfallanlieferungen abzusehen.

Sperrmüll wird nur noch dort abgeholt, wo Termine bereits bis Ende April vereinbart sind. Neue Termine werden keine mehr ausgemacht. Schrott wie Fahrradrahmen, Eisen und Metall oder Elektroschrott wie Waschmaschinen und Kühlschränke können schon jetzt nicht mehr mitgenommen werden. Altkleidercontainer werden nur noch eingeschränkt angefahren und geleert.

Neun neue Fälle

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus hat sich laut Gesundheitsamt um neun auf 88 Fälle erhöht. „Alle nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben“, versichert das Gesundheitsamt.

Zahlreiche weitere Fachbereiche der Stadt – von Anfragen zum Grundstücksverkehr über die Bauberatung bis hin zum Gutachterausschuss oder Liegenschaftskataster – empfangen keine Besucher mehr. Die Beratung erfolgt per Telefon oder E-Mail. Die Kinder-Notbetreuungshotline für Eltern, die beide oder alleinerziehend in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, ist unter der Telefonnummer 0621/293-5656 bis Freitag von 8 bis 15 Uhr besetzt und in der kommenden Woche dann Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr.

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