Mannheim

Notfallseelsorge Heute „Blaulichtgottesdienst“

Erste Hilfe für die Seele

92 Mal sind sie in diesem Jahr schon ausgerückt, 110 Einsätze waren es im Vorjahr – und es werden immer mehr. Doch an einem Abend im Jahr wollen die Mannheimer Notfallseelsorger innehalten. Am Freitag, 29. November, um 18 Uhr feiern sie gemeinsam mit den Rettungsorganisationen ihren jährlichen ökumenischen „Blaulicht-Gottesdienst“, diesmal in der Halle beim Technischen Hilfswerk (THW) in Friedrichsfeld. Das Motto lautet in diesem Jahr „zusammen.halten“.

Seit der Gründung der ökumenischen Notfallseelsorge in Mannheim 2004 gibt es diesen „Baulicht-Gottesdienst“, stets an wechselnden Orten. 36 Notfallseelsorger umfasst das Team derzeit. Darunter arbeiten zwölf hauptamtlich bei der evangelischen Kirche, zwei bei der katholischen Kirche. Dazu kommt eine Muslima sowie Personen, die sich durch intensive Fortbildung auf diesen Dienst der „Ersten Hilfe für die Seele“ vorbereitet haben.

Zahl der Einsätze nimmt zu

60 Prozent der Einsätze betreffen Vorfälle im häuslichen Bereich, so Claudia Krüger, die evangelische Koordinatorin. „Es sind vergebliche Reanimationen, plötzliche Todesfälle, mit denen die Angehörigen nicht klar kommen“, so Krüger. Dazu kommt die Begleitung von Polizeibeamten bei der Übermittlung von Todesnachrichten. Zugenommen hat, so Krüger, die Betreuung von Zeugen und Angehörigen nach Gewaltverbrechen. Jeweils zwei Notfallseelsorger sind rund um die Uhr und sieben Tagen die Woche über die Feuerwehrleitstelle alarmierbar.

Beim heutigen Gottesdienst wird die frühere Rektorin Daniela Götz als neues Team-Mitglied in den Dienst eingeführt und Pfarrer Wolfram Langpape von der Dreieinigkeitsgemeinde verabschiedet. Die Predigt hält Krankenhausseelsorger Ulrich Nellen, an der Liturgie wirken Pfarrer und die Polizeiseelsorger Uwe Sulger und Ulf Günnewig sowie Nicole Dudziak vom THW mit. 

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