Mannheim

Fasnacht Hauptversammlung der „Fröhlich Pfalz“

Erstmals Frauen im Elferrat

Archivartikel

Einschneidende Änderung nach 90 Jahren Vereinsgeschichte: Die „Fröhlich Pfalz“ nimmt jetzt auch Frauen in den Elferrat und den Senat auf. Den Anfang machen die beiden Elferrätinnen Jutta Corcelli und Janine Haber – beide bisher schon lange im Verein aktiv. Doch nun dürfen sie auch im Führungsgremium sitzen, den Elferratskittel und Narrenkappe tragen. „Das verspricht ein anderes Herangehen und einen positiven Einfluss bei der Lösung strittiger Fragen“, erklärte „Fröhlich Pfalz“-Präsident Dietmar Beck bei der Jahreshauptversammlung der Fasnachter im Maritim-Hotel.

Zahlreiche Karnevalsvereine in den Vororten haben schon seit vielen Jahren gemischte Elferräte, teilweise auch Präsidentinnen. Der Feuerio als ältester Mannheimer Karnevalsverein ernennt zwar nur Männer als Minister im Elferrat, Frauen arbeiten mit dem Titel „Staatssekretärin“ aber in vielen Bereichen ebenso in leitender Funktion. Bei der „Fröhlich Pfalz“ sind Frauen zwar schon im Vorstand vertreten – etwa die langjährige Schatzmeisterin Claudia Beck –, aber nicht mit Titel und Ornat vom Elferrat.

Positive Bilanz

Laut Beck will der 336 Mitglieder zählende Karnevalsverein „mehr Anstrengungen unternehmen, um weitere Mitglieder für Vorstandsarbeit oder andere Tätigkeiten im Verein zu animieren“. Beim Stadtfest sei es schon gelungen, die Personaldecke zu vergrößern, indem Mitglieder des Carneval-Club Waldhof (CCW) und des Mannheimer Traditions-Corps (MTC) mithalfen.

Von der vergangenen Kampagne zog Präsident Beck eine positive Bilanz und konnte auch einen Gewinn von 19 000 Euro aufweisen – „erfolgreicher als im letzten Jahr“. Es sei gelungen, alle Veranstaltungen bis auf die Prunksitzung „finanziell erfolgreich“ durchzuführen. „Trotz Verlusten halten wir an dieser Sitzung im Rosengarten mit einem anspruchsvollen Programm fest“, kündigte er an. Der Verein wolle die Sitzung aber „dem Zeitgeist anpassen“. Senats-Ehrenpräsident Bert Schreiber dankte nicht nur dem Vorstand. Er kündigte zudem an, im Herbst einen neuen, jungen Senatspräsidenten zur Wahl vorzuschlagen.