Mannheim

Tourismus Renommierte Reisezeitschrift bereitet Ausgabe über die Stadt vor

Erstmals seit 1976: „Merian“ plant Heft zu Mannheim

Das gab es seit 1976 nicht mehr: Die Reisezeitschrift „Merian“, die auf die Städtebeschreibungen des Kupferstecher Matthäus Merian im 17. Jahrhundert zurückgeht, widmet Mannheim ein eigenes Heft. Dabei handelt es sich um keine bezahlte Werbeveröffentlichung der Stadt, wie sie manchmal unter „Merian extra“ erscheinen, sondern die reguläre Dezember-Ausgabe. Sie wird 140 Seiten umfassen.

Die Vorbereitung dauerte eineinhalb Jahre. Als erste Auflage werden 80 000 Exemplare in Deutsch und 20 000 Exemplare in Englisch gedruckt. „Das ist natürlich gut für unser Image und zeigt, dass Mannheim mehr als touristisches Ziel wahrgenommen wird“, freut sich Karmen Strahonja, Geschäftsführerin des Stadtmarketings. Sie und ihr Team haben die Redaktion des Jahreszeiten-Verlags bei ihren teils mehrwöchigen Recherchereisen unterstützt, aber auf den Inhalt letztlich keinen Einfluss gehabt – darüber entscheidet die Redaktion autonom. Als Themen sind unter anderem die Stadtentwicklung auf ehemaligen Kasernenflächen, die Popakademie und die neue Kunsthalle geplant.

Heidelberg war zuletzt 2017 ein neuer „Merian“ gewidmet – nach 2011, 1984 und 1967. In dem zuletzt im Juli 1976 über Mannheim erschienenen Heft zählten die Schriftsteller Wilhelm Genazino („Mannheim vorsichtig mögen“) und Leonie Ossowski („Was finde ich an dieser Stadt“) zu den Autoren, ebenso der erste Träger des Bloomaulordens, Franz Schmitt, Bloomaul Ulla Hofmann und der damalige Pressesprecher der Universität, Hugo Müller-Vogg, später Mitherausgeber der FAZ. Themen waren damals die „Mannheimer Schule“, die Quadrate, Joy Fleming, das Theater und die Vororte sowie der Aerobus – obwohl er da schon stillgelegt war. pwr