Mannheim

Sport TSV Mannheim feiert Sommerfest und stellt Besuchern auf 7000 Quadratmetern seine Angebote vor

„Es geht um Spaß an der Bewegung“

Archivartikel

Mannheim.Auf den ersten Blick waren beim Sommerfest des TSV Mannheim 1846 nicht viele Besucher zu sehen – doch das täuschte: Der Verein hat mehr als 7000 Quadratmeter Sportflächen am Hans-Reschke-Ufer unter dem Fernmeldeturm auf dem Außengelände und unterm Dach in eigenen Räumen, da fallen selbst mehrere 100 Besucher zur gleichen Zeit kaum auf.

Besonders beliebt war KISS, die Abkürzung steht für Kindersportschule. In einem großen hallenartigen Raum gab es Klettergerüste, Ringe, Reckstangen und vieles mehr. „Auf dem Erlebnisparcour geht es um Spaß an der Bewegung“, erklärte Trainerin Petra Fritzmann.

Das gefiel nicht nur Kindern: Auch Eltern zeigten dem Nachwuchs, wie gut sie zum Beispiel ein frei hängendes Seil bis zur Decke hochklettern können. Eine andere Abteilung bot in dem Raum Trampolinspringen an. Mütter und Väter konnten sich auch die benachbarte „Sportkita Purzelbaum“ ansehen, sie hat ein von Sportwissenschaftlern und -pädagogen ausgearbeitetes Konzept. 80 Kinder in Krippe und Kindergarten haben dort täglich altersgemäße Bewegung.

In den Nachbarräumen zeigten junge Karatekas, wie gut sie die japanische Kampfsportart beherrschen und im Fechtraum war bei den Kindern ein Trainingsgerät beliebt, bei dem mit einem Degen kleine Flächen getroffen werden mussten. „Wir bieten bis zu den Sommerferien ein Probetraining für Kinder an“, erklärt die Welt- und Europameisterin im Säbelfechten, Steffi Racop. Allerdings sei Fechten erst ab dem Alter von acht Jahren sinnvoll. Beliebt war auch die Tombola: 2300 Preise gab es zu gewinnen, die alle gestiftet waren: Ein Los kostete 1 Euro. Der Erlös soll dem Förderverein der Sportkita zugutekommen.

Musik gehört dazu

Und auf dem Außengelände waren beim Sommerfest zwischen 14 und 17 Uhr vor allem die Beachvolleyball-, Kleinfeldfußball- und Basketballbereiche Anziehungspunkt. Zu einem Fest gehört Musik: Innen war das vereinseigene Orchester mit Klassik zu hören – eine Besonderheit für einen Sportverein – und am Parkplatz die siebenköpfige Band „Gnadenlos“, die Hits wie „Let’s Dance“ von David Bowie spielte. Das gefiel Aurelia Monse, die mit Sohn Elias erstmals ein Fest des TSV besuchte. Und sie fand klasse, dass viel für Kinder angeboten wurde.

Am Eingangsbereich war die AOK vertreten, denn die Krankenkasse ist Partner des TSV 1846 und hatte etwas Besonderes mitgebracht: Ein fest montiertes Fahrrad, bei dem das Treten der Pedale ein vorn angebrachter Mixer in Bewegung gesetzt wurde. So konnten sich die Gäste einen Vitamin-Smoothie erstrampeln.

Geschäftsführer Rene Ullrich zog eine positive Bilanz für das Sommerfest – das gilt auch für die Mitgliederzahl: Sie wuchs von 3500 im Jahr 2014 auf derzeit 4700: „Unser Ziel ist es, dieses Jahr die 5000er Marke zu knacken.“ Mit 18 Abteilungen und mehr als 100 Sport- und Kursangeboten ist der TSV Mannheim von 1846 nach eigenen Angaben der größte und älteste Verein in Mannheim und gehört zu den zehn größten Vereinen in Nordbaden.