Mannheim

Konzert Mannheimer Chor Preacherman's Friends begeistert das Publikum in der vollbesetzen Konkordienkirche

Evangelium erklingt vielstimmig

Mannheim."Clap your hands" - dieses Aufrufes eines Arrangements hätte es beim tollen Konzert des Mannheimer Gospelchores Preacherman´s Friends in der Konkordienkirche nicht gebraucht. Das war einfach mitreißend, was der Chor unter der Leitung von Stefan Groß einem restlos beglückten Publikum bot. Seit nunmehr 21 Jahren begeistert der Chor Preacherman's Friends mit seiner Musik. Das gelang auch am Sonntagabend beim traditionellen Jahreskonzert des Chors.

Gospelgesang vom Feinsten

Zu den Rhythmen der zehnköpfigen Begleitband "marschierten" die 40 schwarzgekleideten Sänger von zwei Seiten her zum Altar und boten Gospelgesang vom Feinsten, in allen Variationen, mit ruhigeren Stücken aber auch schwungvollen Musikstücken wie "Saints go marching'".

Zur perfekten Performance zählte auch die perfekte Lichttechnik und gute Übertragungsanlage, die jeden Ton bis in den hintersten Winkel trug. Das abwechslungsreiche Programm erstreckte sich von Traditionals, über weihnachtliche Lieder bis hin zu rhythmischen Gospels - allesamt ausgefallene Gospels mit Jazz, Rock, Soul, Pop, Rap, Samba und vielen anderen Elementen des modernen Gospels.

"Wir haben neben altbekannten und neu aufgelegten Titeln auch ein paar neue Arrangements im Programm", verriet Chorleiter Stefan Groß, "und freuen uns dabei natürlich insbesondere auf die Reaktion des Publikums." Selbiges war restlos begeistert, insbesondere von der unglaublichen Präzision, mit der die Lieder nicht nur in der Phrasierung, sondern vor allem auch im Mit- und auch mal Gegeneinander der Stimmen vorgetragen wurden. Stefan Groß, der den Chor 1996 gegründet hatte und seit jetzt mehr als 20 Jahren künstlerisch betreut, verstand es, bekannten Stücken durch neue Arrangements neues Leben einzuhauchen.

"Come to Jesus" überzeugte melodiös mit einer Leichtigkeit, die unter die Haut ging. Nicht nur dabei erzeugten Preacherman´s Friends eine enorme Intensität. Beim Traditional "Dry bones" übertrug sich der Rhythmus auf das Agieren der swingenden und tanzenden Sänger, wozu sie vom Chorleiter förmlich "angepeitscht" wurden. Dieser führte während des Dirigats mit Herzblut und gab jeden Einsatz exakt vor. Beim Traditional "Old time religion" begeisterte Christian Schlei als Solist. Diana Brunnenkant verlieh dem weihnachtlichen Lied "Come on down to Bethlehem" mit ihrer ergreifenden Stimme Glanz. Überhaupt verstand es der Chor zu überraschen.

Zahlreiche Solisten

Marion Weinert mit ihrer grandiosen Altstimme beim souligen "Heaven", Thomas Speck hinreißend jazzig bei "Sing it with you", Duy Trinh mitreißend beim Traditional "I woke up this morning" ebenso wie beim gefühlvollen "We'll be there", aber auch Bassist Gregor Svojanowsky mit seinem innigen "The Lord's Prayer" (Vaterunser) ebenso wie Solist Johannes Heckmann beim tröstlichen "The Lord just keeps on blessing me" - sie alle sorgten mit ihren Solo-Einlagen für reichlich Gänsehaut-Gefühle. Angesichts stehender Ovationen der über 500 Gäste kehrten die Akteure auf die Bühne zurück und gaben noch einige Zugaben.