Mannheim

Facebook-Nutzer kommentieren E-Tretroller-Unfall in Mannheim

Mannheim.Erstmals ist in Mannheim eine Frau bei einem Unfall mit einem E-Tretroller schwer verletzt worden. Eine betrunkene und offenbar unter Drogeneinfluss stehende 20-Jährige missachtete am Mittwoch in  der Fressgasse, an der Kreuzung Breite Straße in Richtung Jungbusch, eine rote Ampel und erfasste dabei eine 75-jährige Seniorin, die daraufhin mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert wurde. Auf der Facebookseite des „Mannheimer Morgen“  kommentierten zahlreiche Nutzer den Vorfall – einerseits üben einige Nutzer Kritik an den Rollern, andere sehen die Probleme eher bei den Fahrern selbst.  

Die Nutzerin Ahmad Nadya Merheji schreibt: „Die Roller sind ´ne super Anschaffung,  anstatt mal mit dem Auto, Bus oder so zu fahren ist man damit auch gut mobil“. Weiter gibt sie zu bedenken, dass man allerdings wissen müsse, wie man die Roller benutzt und was erlaubt ist. Nina Ziegler äußert sich in ihrem Kommentar etwas kritischer: „Seitdem diese Roller erlaubt sind, hört man, gerade in Mannheim, nichts Positives. Unfälle, Kontrollen. Wir waren gestern in der Stadt, uns fiel auf, dass die Roller überall und wild rumstehen. Das sieht nicht toll aus.“

Sven Skibbe stellt die tatsächliche Umweltverträglichkeit der elektrisch fahrenden Roller infrage: „Die ach so tollen umweltschonende E Roller. Was hat man nur ohne sie früher in den Innenstädten gemacht? Richtig man ist zu Fuß gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren - ohne Akkus, die mit Strom aufgeladen werden müssen, aber klar, die Dinger sind elektrisch und sind deshalb ja so gut für die Umwelt.“ Er schließt seinen Kommentar mit der Forderung, die E-Tretroller wieder abzuschaffen.

"Nicht Roller, sondern Nutzer das Problem"

Nutzerin Aisha Naddaf verortet das Problem eher bei den Fahrern der E-Tretroller als bei den Fahrzeugen selbst. „Das Problem liegt nicht an den E-Rollern, sondern an der betrunkenen Fahrerin!“, schreibt sie. Wenn ein betrunkener Autofahrer einen Unfall verursacht, werde das Autofahren ja nicht abgeschafft, sondern der Fahrer bestraft. 

Wolfgang Krist sieht das ähnlich: „Das Problem liegt nicht an den Rollern, sondern an den Benutzern. Sie halten sich nicht an die Regeln“.  Zum Umgang mit verkehrsauffälligen Tretrollerfahrern schlägt der Nutzer Mike Emig Folgendes vor: „Bei Registrierung den Führerschein prüfen und bei einem Unfall nach StVO (Straßenverkehrsordnung, Anm . der Redaktion) bestrafen. Mal schauen, ob dann immer noch jeder zweite besoffen oder bekifft fährt im Wissen, der Lappen kann weg sein“.

Dass Fahrradfahren weitaus gefährlicher ist als E-Tretrollerfahren, meint der Nutzer Micha Marflow. Er schreibt: „Es passieren weit mehr Unfälle mit dem Fahrrad und trotzdem haben sich Fahrräder etabliert. Betrunkene Leute generell sollten maximal zu Fuß unterwegs sein dürfen“.

Nutzer Christoph Hoffmann vergleicht die aktuelle Diskussion rund um die E-Tretroller mit der um Skateboards in den 70er Jahren – und postet ein Nachrichtenvideo aus den 1970er Jahren auf der „MM“-Facebookseite. In diesem Video wird ein mögliches Verbot der „Rollbretter“ wegen des hohen Unfallrisikos thematisiert. Zuvor hatte bereits die Tagesschau den Auschnitt aus ihrer vom 9. Mai 1977 auf ihrer Facebookseite gepostet. (kph)

(Quelle: Tagesschau auf Facebook)

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