Mannheim

Rechtsradikalismus Post im Internet wieder gelöscht

Fälschung: Hakenkreuz an Hochhaus

Archivartikel

Als offensichtliche Fälschung hat sich ein Foto entpuppt, das den Victoria-Turm im Glückstein-Quartier mit einem aus beleuchteten Fenstern gebildeten Hakenkreuz zeigt. Das Foto war am Wochenende auf Facebook-Seiten aus Mannheim aufgetaucht. Ein Nutzer hatte diese Redaktion darauf aufmerksam gemacht. Wie sich herausstellte, hatte mutmaßlich ein junger Mann aus dem Mannheimer Süden, der das Bild offenbar am Samstag in Facebook gepostet hatte, den Beitrag zwischenzeitlich wieder gelöscht. Eine Anfrage des „MM“ ließ er am Montag unbeantwortet. Das öffentliche Zeigen des Hakenkreuzes und anderer verfassungsfeindlicher Symbole ist in Deutschland verboten und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Unternehmen distanziert sich

Auf Nachfrage distanzierte sich die Versicherungsgesellschaft Ergo, die neun von 27 Büroetagen des Hochhauses gemietet hat, „deutlich von dem Foto, das vereinzelt in sozialen Medien kursiert“, wie Sprecherin Monika Stobrawe mitteilte: „Bei diesem Foto handelt es sich nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden um eine Fotomontage.“ Das Fake-Bild sei bereits vor einigen Jahren erstmals aufgetaucht.

Die Ergo, ihre Unternehmen und Mitarbeiter seien „dem Grundsatz verpflichtet, rechtlich und ethisch einwandfrei“ zu agieren, so Sprecherin Stobrawe weiter. „Wir dulden keinerlei Aktion gegen rechtsstaatliche Grundsätze und unterbinden sie umgehend in unserem Unternehmen. Die Mitarbeiter der Versicherungsgesellschaft „sehen es als ihre Pflicht an, Benachteiligungen und Ungleichbehandlungen“ aus Gründen unter anderem „der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung zu verhindern oder zu beseitigen“. 

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