Mannheim

Fahrlachtunnel: Verkehr muss nach Unfall durch Südröhre

Mannheim.Nach einem Verkehrsunfall, der sich am Montagvormittag im Fahrlachtunnel ereignet hat, bleibt die Nordröhre voraussichtlich noch die gesamte Woche geschlossen. Damit der Verkehr dennoch in Richtung Ludwigshafen fließen kann, wurde am Montagnachmittag eine Verkehrsführung in beide Richtungen über die Südröhre vorbereitet. "Wir arbeiten mit Hochdruck an dieser einspurigen Verkehrsführung und hoffen, bis in die Abendstunden, spätestens aber bis Dienstagmorgen fertig zu sein", sagte ein Sprecher der Stadt Mannheim am Montag auf Anfrage. Der Verkehr soll durch die Südröhre wie bei den jährlichen Wartungsarbeiten am Tunnel fließen. 

Am Montagabend staute sich aufgrund der Sperrung am Fahrlachtunnel. "Der Fahrlachtunnel ist eine der Hauptverkehrsadern und  wird stark befahren. Durch die Sperrung ist die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft worden", sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage.  

Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, dass der Fahrlachtunnel bis mindestens 18 Uhr am Montagabend in Richtung Ludwigshafen gesperrt bleibt. 

Ein 26-jähriger Pkw-Fahrer war den Angaben zufolge am Montagvormittag kurz vor 10 Uhr zu schnell in den Tunnel eingefahren, kam ins Schleudern, prallte gegen die Tunnelwand und räumte einen Stromverteilerkasten sowie einen Wasserhydranten ab. Das Fahrzeug blieb in der Tunnelmitte total beschädigt liegen.

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Der 26-Jährige und sein 61-jähriger Beifahrer wurden mit leichten Verletzungen zur Untersuchung in eine Klinik eingeliefert. Urspünglich hatte es geheißen, der Fahrer sei bei dem Unfall schwer verletzt worden. Der Wagen wurde abgeschleppt. Der Sachschaden beträgt insgesamt rund 50 000 Euro.

Bei dem Unfall wurde nach Angaben der Stadt Mannheim eine SOS-Station beschädigt, die bei Unfällen im Tunnel einen Alarm auslöst. Um die Station zu reparieren, musste die Stromversorgung in der Nordröhre des Fahrlachtunnels (Richtung Ludwigshafen) unterbrochen werden, weswegen verschiedene Rettungs- und Alarmierungssysteme , beispielsweise die Tunnellüftung, nicht mehr funktionieren.  (pol/lina/jwd)

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