Mannheim

Theresienkrankenhaus Streit um Wunsch nach Einzelzimmer

Familie beschuldigt Oberarzt

Archivartikel

Mannheim.Eine türkischstämmige Familie erhebt Anschuldigungen gegen einen Oberarzt am Mannheimer Theresienkrankenhaus. Der Internist soll einem 18-jährigen Patienten geraten haben, „in die Türkei zu gehen, da kann sich Erdogan um euch kümmern“, melden türkische Medien. Das Krankenhaus gab gestern dazu keine Stellungnahme ab.

Der Patient wollte – so wird weiter berichtet – in ein Einzelzimmer verlegt werden, weil er sich an zwei Mitpatienten gestört habe. Das habe der Vater des jungen Mannes organisieren wollen. Und nachdem er erst eine Zusage erhalten habe, es dann aber mit dem Einzelzimmer – trotz der Bereitschaft, einen Aufpreis zu zahlen – nicht geklappt habe, habe der Vater den Oberarzt um Hilfe bitten wollen. „Was hätte er als Vater tun sollen, das Kind habe unter keinen Umständen in dem Zimmer bleiben wollen“, schreibt die Online-Ausgabe der Zeitung „Daily Sabah“. Dann sei die Antwort des Oberarztes mit dem Bezug auf Erdogan gefallen. Die Zeitung meldet, dass der Oberarzt schließlich die Familie aufgefordert habe, das Krankenhaus zu verlassen. Die Behandlung werde aktuell in Heidelberg fortgesetzt.

Trotz mehrfacher telefonischer Anfragen gab das Theresienkrankenhaus gestern bis zum Abend keine Stellungnahme zu dem Vorfall gegenüber dieser Zeitung ab. Auch eine für den Nachmittag angekündigte Pressemitteilung blieb aus.