Mannheim

Entsorgung Einschränkungen bei der Abfallwirtschaft / Grünschnitt bleibt liegen, Sperrmülltermine bis auf Weiteres nicht erhältlich

FDP: „Müllabfuhr in desolatem Zustand“

Archivartikel

Während die Stadtverwaltung Corona-bedingt weitere Einschränkungen bei der Müllabfuhr ankündigt, fordert die FDP-MfM-Fraktion im Gemeinderat eine „Neuausrichtung des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs“. Fraktionsvorsitzende Birgit Reinemund: „Die Abfallentsorgung in Mannheim ist in einem desolaten Zustand, und das nicht erst seit Corona. Mülltonnen in allen Farben stehen tagelang auf der Straße und werden nicht am vereinbarten Wochentag abgeholt.“

Das Gleiche gelte für Tonnen für Gelbe Säcke, zudem werde seit Wochen Sperrmüll nicht termingerecht abgeholt und falle jetzt auch noch komplett aus. Reinemund: „Und das alles, obwohl der Gemeinderat ständig mehr Geld und Personal zur Verfügung stellt. Wir können das nicht länger akzeptieren und fordern eine grundlegende Neukonzeption der Abfallentsorgung.“

Corona-bedingte Engpässe

Wegen Corona-bedingter Personalengpässe durch Quarantäne-Anordnungen und weil zahlreiche Mitarbeiter zu den Risikogruppen zählen, stellte die Stadt in dieser Woche die Grünschnittsammlung ob sofort bis Ende November ein. Rathaus-Sprecher Kevin Ittemann in einer Mitteilung: „Am Fahrbahnrand zur Abholung bereitgelegte Säcke mit Grünschnitt sollten von den Hauseigentümern wieder auf die Privatgrundstücke zurückgeholt werden.“ Bei den Annahmestellen in der Ölhafenstraße (Friesenheimer Insel) und in der Ruhrorter Straße (Rheinauhafen) kann Grünschnitt aber weiter abgegeben werden.

Dies gilt laut Ittemann auch für die Sperrmüllabfuhr: Bis auf weiteres werden keine Abholtermine mehr angeboten. Lediglich der bereits terminierte Sperrmüll werde „schnellstmöglich“ entsorgt, heißt es. Gegen Gebühr kann Sperrmüll auch bei den Recyclinghöfen abgegeben werden. lang/red

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