Mannheim

Gastronomie Parteien wollen Branche unterstützen

FDP und SPD für mehr Außenfläche

Archivartikel

Ab dem 18. Mai dürfen Mannheimer Restaurants voraussichtlich im Außen- und Innenbereich wieder öffnen. Dabei werden sie vermehrt auf Außenangebote setzen müssen, um Umsatzeinbußen abfedern zu können, die durch geltende Abstandsregelungen entstehen. Wie die CDU fordern auch FDP und SPD, dass die Stadt die Gastronomiebetriebe hierbei unterstützen soll.

In einem Antrag für die Gemeinderatssitzung am 26. Mai verlangt die FDP von der Stadtverwaltung, als Sofortmaßnahme „die Gebühren für die Außenbewirtschaftung für mindestens ein Jahr, besser für zwei Jahre“ zu erlassen. Außerdem solle wohlwollend geprüft werden, ob Flächen der Außengastronomie über die Grundstücksgrenzen hinaus erweitert werden können. Die FDP betont: „Im Einvernehmen mit den Anwohnern und zeitlich begrenzt für die Zeit der krisenbedingten Abstandsregelungen.“

Der SPD-Ortsverein Innenstadt-Jungbusch spricht sich ebenfalls für eine „großzügige Regelung“ bei der Erschließung von neuen Außenflächen aus. In der Innenstadt und im Jungbusch seien Restaurants, Bars und Nachtlokale „durch die beengten Verhältnisse weiterhin zum Ladenschluss verdammt und ohne mittelfristige Perspektive“, wenn ihnen kein zusätzlicher Platz zugestanden werde, heißt es in einer Mitteilung. Der Ortsverein schlägt sogenannte Parklets – vorübergehende Möbel auf Parkplatzflächen – vor, um zusätzlichen Raum zu bestuhlen. In der Vergangenheit habe es bereits in der Kunststraße und der Fressgasse „Parklets“ gegeben. SPD-Stadträtin Isabel Cademartori betont, dass „Sperrzeiten selbstverständlich eingehalten werden müssen“, um Konflikte mit Anwohnern zu vermeiden.

Auch die CDU-Fraktion im Gemeinderat hatte bereits auf den Erlass der Außengebühren für Gastronomen in dieser Saison gepocht (wir berichteten). Und darüber hinaus die Möglichkeit einer Ausweitung der Außenbewirtschaftung verlangt. „Wo Platz auf angrenzenden oder nahe gelegenen Flächen vorhanden ist, soll dies unbürokratisch ermöglicht werden“, sagte Stadtrat Thomas Hornung. 

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