Mannheim

Förderung Preise und Stipendien an Studierende vergeben / Lehrstätten vor immer größeren Herausforderungen

Festakt mit Geldregen an der Hochschule

Eine eingespielte Choreographie. Nacheinander werden sie aufgerufen, besteigen die Bühne. Treffen in der Mitte auf ihren Geldgeber. Ein Foto, ein Lächeln. Stolz und Freude spiegeln sich in den Gesichtern. 51 Studenten beziehungsweise Absolventen der Hochschule Mannheim erhalten Fördergelder für ihre herausragende wissenschaftliche und soziale Arbeit. Eine Tradition der Hochschule, wie Rektorin Astrid Hedtke-Becker in ihrer Begrüßungsrede erwähnt. Die Gelder bestehen aus Preisen, die von einzelnen Stiftungen stammen, und Stipendien.

Auch Stadt Mannheim fördert

Doch bevor es soweit ist, werden die Preisträger und Stipendiaten auf die Folter gespannt. Hedtke-Becker verliest eine lange Liste von Namen, die sie alle herzlich begrüßt – ein normaler Vorgang bei Preisverleihungen. „Ganz besonders aber begrüße ich die Studierenden“, fügt sie an. „Denn um Sie geht es heute, wir sind stolz auf Sie.“ Die Preise und Stipendien werden unter anderem von lokalen Unternehmen und auch privaten Geldgebern gesponsert. Darunter sind auch die Deutschlandstipendien, die zur einen Hälfte vom Staat und zur anderen von Unternehmen getragen werden. Auch die Stadt Mannheim vergibt hier jährlich Stipendien. Die Studierenden haben das Geld zur freien Verfügung. „Ich bin mir sicher, Sie werden die Orte finden, an denen Sie Ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten können“, so die Rektorin.

Hedtke-Becker bleibt aber nicht bloß bei den positiven Seiten des Hochschullebens. Die Herausforderungen würden immer größer werden. „Unsere Aufgabe ist es nicht nur, exzellentes Fachwissen zu vermitteln, sondern auch zu lehren, wie adäquate wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu führen sind.“ Dabei erinnert sie an die Studierenden, die den Universitäts-Professor und Gründer der rechtspopulistischen AfD, Bernd Lucke, in einem Hamburger Hörsaal massiv beleidigt und durch Rufe gestört haben.

Die Streitkultur erreiche zurzeit ein neues Niveau, sagt die Rektorin. Und es sei auch Aufgabe der Wissenschaft, „ungute Wahrheiten kundzutun“. Das zeige auch die aktuelle Klimadebatte, bei der sich Wissenschaftler hinter die Fridays-for-Future-Demonstranten stellten. Nichtsdestotrotz müsse man zwischen politischer Ansicht und wissenschaftlicher Expertise einzelner Personen unterscheiden.

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