Mannheim

Luisenpark Über 56 000 Gäste in sechs Wochen / Reaktion auf Probleme an den Kassen

Festival „Winterlichter“ endet mit einem Rekord

Archivartikel

Mannheim.36,2 Prozent mehr - so stark ist die Besucherzahl des Festivals "Winterlichter" im Luisenpark gestiegen. Nach einwöchiger Verlängerung ging es am Sonntagabend zu Ende. Seit 19. Januar waren 56 493 Gäste der winterlichen Abendveranstaltung gezählt worden. Im Vorjahr lag die Zahl bei 41 453, bei der Premiere 2015 kamen zunächst nur 23 230 Zuschauer. Seither ging es bergauf.

Für den Stadtpark ist das nach sechs Wochen ein "alle Erwartungen sprengender Besucherrekord", so die offizielle Bilanz der Geschäftsführung. Sie räumt aber ein, dass dies auch zu Problemen führte. So bildeten sich an manchen Abenden sehr lange Warteschlangen am Haupteingang - denn nur der war geöffnet; und dann anfangs oft nur mit zwei Kassen.

"Es wird alles ganz anders"

"Mit diesem Ansturm konnten wir wahrhaftig nicht rechnen und freuen uns natürlich riesig über die große, überregionale Strahlkraft," reagiert Parkdirektor Joachim Költzsch. "Wir wissen natürlich auch, dass dies zu Engpässen und zu einigem Unmut an Kassen und Einlass geführt hat", räumt er ein.

Zugleich verspricht er: "Im nächsten Jahr wird das alles ganz anders aussehen." Das sollte es zwar bereits in diesem Jahr - doch mit dem neuen Einlass-System gab es ja mehrfache bauliche und organisatorische Verzögerungen. Inzwischen läuft es an den ersten Eingängen (etwa Unterer Luisenpark).

2020 werde aber der "Park endlich technisch so weit sein, dass Winterlichter-Tickets im Vorverkauf nicht nur an den Kassen, sondern auch über einen Web-Shop online gekauft werden können", kündigt Költzsch an. Auf die seit diesem Jahr neue, personalisierte Jahreskarte könne der Ticketwert einfach aufgeladen werden. Mit vorab erworbenen Karten werde man aber - mittels Barcode-Scan an den automatisierten Zugangssystemen - jeden Eingang nutzen können, so Költzsch.

Am Haupteingang, wo derzeit noch die Bauarbeiten laufen, sind laut Stadtpark-Gesellschaft im Endausbau neun Zugänge möglich - vom großen Drehkreuz bis zu gängigen Dreiarm-Drehsperren. Damit habe man "eine deutlich höhere Anzahl an Zugangsmöglichkeiten". Bei Bedarf wolle man weiteres Servicepersonal, ausgestattet mit Handgeräten zum Scannen der Ticketcodes, für zusätzliche Einlasskontrollen einsetzen, kündigt der Stadtpark-Chef an. Damit ist zugleich die Aussage verbunden, dass es die "Winterlichter" auch 2020 wieder geben wird. Bislang hat Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld auch jedes Jahr eine neue Route und neue, faszinierende Effekte geboten.

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