Mannheim

Jubiläum Mit einer Sportgala feiert das Ludwig-Frank-Gymnasium sein 50-jähriges Bestehen / Viele Deutsche Meister und WM-Teilnehmer dabei

Feuriger Abschluss der Geburtstagsfeier

Archivartikel

Am Ende wird es noch einmal laut: Die Lehrer übernehmen die Bühne in der BGB-Halle am Herzogenriedpark. Die Band der Lehrkräfte greift in die Saiten der E-Gitarren und sorgen mit poppiger Musik für gute Stimmung. Das Konzert ist der Abschluss der Sportgala des Ludwig-Frank-Gymnasiums (LFG), mit der sich die Schule mehr als zwei Stunden lang selbst gefeiert hat. Alles, was die Schule im Bereich Sport zu bieten hat, war präsent: von Eiskunstlauf bis Judo, von Deutschen bis zu Europameistern. Zum Feiern hatte das LFG aber auch allen Grund, schließlich existiert die Schule bereits seit 50 Jahren.

150 Leistungssportler

Das Jubiläum wurde bereits seit Herbst mit Vorträgen und Konzerten gefeiert. Die Sportgala jetzt war Schluss- und Höhepunkt der Feiern. Kein Wunder, bezeichnet sich das Gymnasium doch selbst als „Eliteschule für Sport“: „Wir unterstützen die Sportler, wo es geht, passen zum Beispiel Stundenpläne an die Trainingszeiten an oder stellen sie für Wettkämpfe frei“, erklärte Christian Stang, Abteilungs- und Fachschaftsleiter Sport sowie Leistungssportkoordinator der Schule. Von den knapp 1000 Schülern, die die Schule insgesamt besuchen, seien 150 Leistungssportler auf höchstem Niveau.

Und das wollten diese bei der Sportgala zeigen. Die verschiedensten Sportarten wurden präsentiert, von Tennis bis Fußball, von Judo bis Eiskunstlauf. Besonders beeindruckend: die Ropeskipper (Seilspringer). Ihre Verrenkungen würden bei so manchem bereits auf der Yoga-Matte zu einem Bandscheibenvorfall führen, die Mädchen sprangen dabei noch in hoher Geschwindigkeit über ein Seil. Sie haben sich für die WM in Singapur qualifiziert.

Nicht zu den Weltmeisterschaften wollen Sarah Aschenbrenner und Charis Peischel. Sie sind Artisten und trainieren Gruppen des Zirkus Aladin: „Bei uns kann jeder das machen, was ihm Spaß macht“, sagen sie, nachdem sie auf dem Boden der Sporthalle über ein Hochseil getanzt sind und Akrobatik gezeigt haben. Seit 13 Jahren sind die beiden bereits beim Zirkus, für den Auftritt haben sie aber nur drei Mal geübt. Und das trotz Abiturs, das in den vergangenen Wochen nebenbei auch noch geschrieben werden wollte.

Neben der Präsentation der einzelnen Sportgruppen gab es aber auch Unterhaltungsprogramm. So traten die Schüler in einem Tanz-Kampf gegen eine Gruppe Lehrer an, der Gewinner wurde durch Applaus vom Publikum bestimmt – natürlich gewannen die Kids haushoch. Laut lachen mussten die 1500 Zuschauer in der BGB Halle, als die Lehrer in originalgetreuen Kostümen die Entwicklung des Sportunterrichts vom Turnvater Jahn bis hin zum heutigen Parcours-Training nachspielten.

Insgesamt kam die Gala gut an. Stefan Rudow zum Beispiel sagt: „Es gefällt mir sehr gut.“ Und sein Sohn Marlon fügt hinzu: „Vor allem der Wettbewerb zwischen den Schülern und den Lehrern war schön.“ Er selbst soll später auch mal aufs LFG gehen. Kurt Hoffmann genießt ebenso die Präsentation der Schule, die eigentlich auch seine Schule ist: „1975 habe ich hier Abi gemacht“, erklärt er. Den Sportbezug gab es damals aber noch nicht. „Das finde ich aber gut, dass die das machen. Und die Gala heute gefällt mir sehr.“

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/mannheim

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