Mannheim

Sommerfest St. Anna-Haus auf der Rheinau und das benachbarte Franz-Pfeifer-Haus präsentieren Skulptur Heilige Anna

Figur zeigt Bedeutung von Gemeinschaft

Archivartikel

Heute dürfen Mädchen und Frauen, die Anna heißen, ihren Namenstag feiern. Und morgen gibt es ein Sommerfest, das der Heiligen Anna aus besonderem Grund gewidmet ist: Das St. Anna-Haus auf der Rheinau und das benachbarte Franz-Pfeifer-Haus – beides Caritas-Einrichtungen für psychisch kranke Menschen – präsentieren eine Skulptur der Heiligen. Die Skulptur soll am Freitag feierlich gesegnet werden.

Das Sommerfest am Sandrain im Rheinauer Casterfeld hat Tradition: Bewohner und Mitarbeiter des therapeutischen Wohnheims (St. Anna) und des angrenzenden kleinen Pflegeheimes (Franz-Pfeifer-Haus) gestalten stets ein buntes Programm, stellen kreative Arbeiten aus, die im Laufe des Jahres entstanden sind, kommen bei entspannter Atmosphäre mit Angehörigen sowie Nachbarn bei Speis und Trank ins Gespräch.

Am morgigen Freitag, 26. Juni, soll die Heilige Anna, die nun die Hofeinfahrt der beiden Caritas-Häuser prägt, im ganz Mittelpunkt stehen. Nach einem Gottesdienst in der Hauskapelle soll die Skulptur gegen 14 Uhr gesegnet werden. Der Hausseelsorger Pater Hans-Joachim Martin und Pfarrer Theo Hipp wollen dann eine Dialog-Predigt halten, in der es um die Heilige Anna geht, die seit Generationen als Mutter Marias und Großmutter von Jesus verehrt wird.

Die Steinmetzmeisterin und Künstlerin Bärbel Schmidt aus dem pfälzischen Trippstadt hat die gestiftete Sandsteinfigur, deren Spender im Hintergrund bleiben möchte, mit viel Symbolik gestaltet. Die Heilige Anna, die mit ihrer Tochter Maria und ihrem Enkel Jesus dargestellt ist, soll nicht nur die familiäre Bande, sondern auch die Bedeutung von Gemeinschaft – ebenfalls in Heimen – zum Ausdruck bringen. Nicht von ungefähr steht die Heilige Anna auf einem Buch als Sinnbild der Bildung: Die Möglichkeit neue Erkenntnisse zu gewinnen und Erfahrungen auszutauschen, spielt schließlich in den beiden Caritas-Häusern eine wichtige Rolle.

Besondere Einladung

Mit der Skulptur hat die Künstlerin Bezüge zur Region hergestellt. Die üppige Traube, die Jesus und Maria in der Hand halten, künden von der Weinlandschaft und ihrer Kultur in Mannheims sowohl badischem wie pfälzischem Hinterland. Und ganz bewusst wählte Bärbel Schmidt den häufig in Mannheim verwendeten roten Sandstein.

Ob Anna, Änne, Annette, Annabel oder auch Hannah – wer Vornamen wie diese trägt, ist zu dem Sommerfest rund um die Heilige Anna ganz besonders eingeladen.