Mannheim

Preisverleihung Festival „Girls go Movie“ kürt erstmals online die Gewinnerinnen / 108 Teilnehmerinnen zeigen insgesamt 53 Werke

Filmbeiträge regen zum Nachdenken an

Insgesamt 53 Wettbewerbsbeiträge gaben beim 16. Kurzfilmfestival „Girls go Movie“ Einblicke in Themen, die Mädchen und junge Frauen bewegen. Zahlreiche Zuschauer hatten die Gelegenheit, die Werke der jungen, weiblichen Filmszene zu bewundern und die Preisträgerinnen online zu feiern. Das Kurzfilmfestival ist eine Plattform für junge Filmemacherinnen der Region und darüber hinaus. Es bietet Anfängerinnen die Möglichkeit, sich filmisch auszuprobieren, und ist zugleich eine Chance für professionelle Newcomerinnen, ihre Werke einem großen Publikum zu präsentieren.

Bei den Ergebnissen war die Auseinandersetzung mit sehr persönlichen Themen stark vertreten. Die Filme richteten mit zeitpolitischem Bezug zudem auch den Blick auf die Gesellschaft und die außergewöhnlichen Umstände der vergangenen Monate. „Mein Dank richtet sich an erster Stelle an die 108 Teilnehmerinnen. Ihr regt mit euren Filmen zum Nachdenken und zur Reflexion an und zeigt auf vielfältige Weise, was euch aktuell bewegt, vor allem in diesem ungewöhnlichen Jahr“, hob Bildungsbürgermeister Dirk Grunert bei der Preisverleihung hervor. „Seit 16 Jahren bietet das Festival eine wundervolle öffentliche Bühne für Reflexionen, Träume, Utopien, aber auch harte Realitäten junger Frauen und Mädchen“, stellte Elina Brustinova, Vorsitzende Stadtjugendring Mannheim e.V., fest.

Preisgelder vergeben

Während der erste Festival-Tag den Mädchen unter 18 Jahren sowie den Teilnehmerinnen des Sonderprojektes „Dokumentarisches Porträtieren“ in Kooperation mit der SAP gewidmet war, präsentierten am Sonntag die volljährigen Nachwuchs-Regisseurinnen ihre Filme. Im Rahmen der Online-Preisverleihung am Sonntagabend wurden die Gewinnerinnen beider Gruppen bekannt gegeben. In der Kategorie der Zwölf- bis 17-Jährigen ging der Preis für den besten Film an „Hey ihr ...!“ von Gina Willey, Juli Rosa Döhring, Rosa Cymutta, Lianne Mastenbroek, Mathilda Kauschke, Stella Zaffino und Sophia Margara. Über den Preis für den besten Gruppenfilm „Corona-Zeit“ freuten sich Lea Herbig, Leni Meeder, Mia Leciejewski, Nidhi Palle und Paula Friedrich.

In der Kategorie der 18- bis 27-Jährigen vergab die Jury einen geteilten ersten Platz: an „Halblaut“ von Nina Gibler und „Wait“ von Paula Rosenbaum. Zum mutigsten Film wurde „Patriarchy Productions“ von Kim-Marlen Muench gekürt. Den erstmals vergebenen Preis für den besten Hochschulfilm erhielt „Yolk“ von Bianca Scali. Die Girlsjury verlieh zwei Preise: an „Hey ihr ...!“ und „Halblaut“. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 3500 Euro vergeben. Der Offene Kanal Ludwigshafen und metropolregion.tv verliehen den Fernsehpreis an Julia Königseder und ihren Film „Schachta“. Der Zonta-Club Mannheim e.V. vergab einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis an Nina Gibler für die Dokumentation „Blitzbrot”. 

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