Mannheim

Nach Strafanzeige durch PETA

Flamingos im Luisenpark: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren ein

Archivartikel

Mannheim.Die Tierschutzorganisation PETA hatte mit einer Strafanzeige im November 2017 ein Ermittlungsverfahren zur Haltung flugunfähiger Flamingos im Luisenpark ausgelöst - nun hat die Staatsanwaltschaft Mannheim das Verfahren eingestellt. Das teilte die Strafverfolgungsbehörde am Montag mit.

Bei den Ermittlungen, in die das Mannheimer Veterinäramt eingeschaltet war, kam heraus, dass die 50 Tiere, die in den Jahren 1985, 1997 und 1998 über den Zoohandel erworben wurden, bereits in "chirurgisch kupiertem" - also amputiertem - Zustand in den Luisenpark kamen. Eine strafrechtliche Verfolgung  ist laut Staatsanwaltschaft wegen der eingetretenen Verjährung nicht mehr möglich. Andere Maßnahmen, welche die Tiere am Fliegen hindern, etwa das Beschneiden der Schwungfedern, würden im Luisenpark nicht praktiziert.

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft stellt die reine Haltung von Flamingos keine "Verursachung erheblichen Leidens" im Sinne des Tierschutzgesetzes dar. Dem Veterinäramt zufolge liegen zudem keine Erkenntnisse oder Forschungsergebnisse zum Leben der Vögel ohne ihre natürliche Flugfähigkeit vor. Anzeichen für strafrechtlich relevante Leiden der Flamingos seien weder beim Veterinäramt noch sonst bekannt geworden. 

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