Mannheim

Kriegsgräberfürsorge Nachfolger von Kranz gewählt

Fleck führt Volksbund

Mannheim.Der Rechtsanwalt und Feudenheimer Bezirksbeirat Alexander Fleck (Bild) ist neuer Kreisvorsitzender vos Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er folgt auf seinen Kanzleikollegen Claudius Kranz, der nach zehn Jahren nicht mehr kandidierte. Volker Schütze, Geschäftsführer des Volksbunds in Nordbaden, dankte Kranz für sein langjähriges Engagement und überreichte ihm dafür die silberne Ehrennadel.

Fleck engagiert sich schon seit vielen Jahren für den Volksbund und hat die Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Feudenheim fortgeführt, als die Stadt sie nicht mehr organisieren wollte. Auch weil sein Großvater und Großonkel im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, sei ihm die Gedenkarbeit des Volksbunds wichtig, so Fleck. Doch ebenso wichtig sei ihm, dass sich der in Mannheim 442 regelmäßige Spender und aktive 248 Mitglieder zählende nicht nur für das Gendenken an die vergangenen Kriege stehe, sondern ebenso für Versöhnung und Völkerverständigung.

Besuche in Schulen

Schütze nannte die Mannheimer den „Vorzeigeverband in Nordbaden“, weil es neben den aktiven Älteren auch junge Ehrenamtliche gäbe. So hat der Schulbeauftragte des Volksbunds, Marius Glasemann, schon viele Schulbesuch durchgeführt und dabei den Schülern die Ziele des Vereins nahe gebracht. Der Volksbund bietet auch Fahrten nach Verdun, betreut Angehörige und hilft ihnen, ihre Gräber der Gefallenen zu finden und sie zu pflegen.

„Vor allem die Jugendarbeit ist mir wichtig“, hat Fleck sich vorgenommen. So will er den Comic-Wettbewerb auch ausbauen und die Jugendlichen mit dem Thema Krieg und Leid konfrontieren. „Gott sei Dank wissen ja einige Generationen nicht mehr am eigenen Leib, was Krieg ist, und das kann dann ganz schnell zu Vergessen führen“, so Fleck. „Doch das scheint mir angesichts der besonderen Staatsmänner Trump, Putin und Erdogan mehr als gefährlich zu sein“, unterstreicht der neue Vorsitzende. Zudem möchte er zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren die Gräber und Gedenkstätten auf dem Feudenheimer Friedhof wieder restaurieren und weiter dafür eintreten, dass die Gedenkfeiern weiter auf allen Vorortfriedhöfen stattfinden können.