Mannheim

Podcast Nadja Maier zu Gast bei „Mensch Mannheim“

Folge 10: Was Krankenpflegerin Nadja Maier im Umgang mit Corona-Patienten gelernt hat

Die deutschen Krankenhäuser melden in diesen Tagen neue Höchststände von Corona-Patienten. Wie erleben die Pflegekräfte in den Kliniken die zweite Corona-Welle? Nadja Maier ist Teamleiterin des Beatmungszentrums im Theresienkrankenhaus – und hat es jeden Tag mit Corona-Patienten zu tun. Im Podcast „Mensch Mannheim“ sagt die 29-Jährige: „Wenn wir eins gelernt haben in der Pandemie, dann, dass es eigentlich keine Regeln gibt – oder zumindest für jede Regel eine Ausnahme.“ Bei ihren Patienten sei die ganze Bandbreite vertreten: „Von Jung bis Alt, von ein bisschen Husten bis schwer atemnötig“, sagt sie.

Maier beschreibt in dem Gespräch ihren Alltag mit den Covid-Patienten. Vor allem Einsamkeit macht den Betroffenen zu schaffen: „Die Patienten besonders auf der Corona-Station haben einen erhöhten Redebedarf – einfach weil sie sehr viel allein sind.“ Jeder liege in einem Einzelzimmer. Auch wenn das Klinikpersonal angehalten ist, so wenig wie möglich in diese Zimmer zu gehen, auch um die Infektionsrisiken zu minimieren, so wird das Kommunikationsbedürfnis der Patienten laut Maier sehr ernst genommen. „Wenn wir die Zimmer betreten, wird immer das Fenster aufgemacht. Wir können uns auch mit Schutzausrüstung im Türrahmen mit den Patienten gut unterhalten.“ Nadja Maier ist überzeugt: „Meiner Einschätzung nach ist es aktuell nirgendwo sicherer zu arbeiten als auf der Corona-Station. Denn nirgendwo sind die Schutzmaßnahmen so hoch wie dort.“

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