Mannheim

Podcast Der Geschäftsführer der Varieté-Show berichtet bei „Mensch Mannheim“ über die trotz Corona-Pandemie geplante Saison

Folge 9: Wie Rolf Balschbach Palazzo retten will

Archivartikel

Mannheim.Er kämpft für sein Mannheimer Palazzo auf dem Europaplatz, aber auch für die Kultur- und Veranstaltungsbranche insgesamt. Trotz Corona-Krise, trotz Lockdown-Politik will Palazzo-Geschäftsführer Rolf Balschbach unbedingt die Saison stattfinden lassen. Doch die steht bisher unter keinem guten Stern. Der geplante Start musste kurzfristig vom 19. November auf den 1. Dezember verschoben werden. Im Podcast „Mensch Mannheim“ erklärt Balschbach, dass er den Start im Notfall auch noch weiter nach hinten legt: „Wenn’s ganz wild wird, dann fangen wir halt im Februar oder im März oder im April an.“ Ein Jahr ohne Palazzo-Saison kommt für den 63-Jährigen nicht in Frage.

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„Ich bin ein Kämpfer. Das entspricht meinem Naturell“, sagt Balschbach. Er sei ein Eventmacher, „das ist mein Leben“. Es mache einen Riesenspaß, einen Job zu haben, in dem man Lebensfreude verbreiten könne. Es sei nicht sein Ding, den Kopf in den Sand zu stecken. „Und ich will auch den ganzen Artisten, den Akrobaten, den Künstlern, den Sängern und auch meiner Gastro-Abteilung, den Köchen und Service-Kräften, wieder eine Perspektive geben, ein positives Signal, uns sagen: Es wird auch wieder ein Licht am Ende des Tunnels geben.“

Ein Zeichen an die Branche

Er ist Oberbürgermeister Peter Kurz dankbar, dass dieser ihm erlaubt habe, das Zelt bis zur Saison 2021/2022 stehenzulassen. So gebe es kein definitives Ende der jetzt geplanten Saison. „Insofern werden wir auf jeden Fall spielen.“ Balschbach versteht diese Palazzo-Saison unter schwierigsten Bedingungen auch als Zeichen in die gesamte Veranstaltungsbranche: Wenn man die richtigen Lösungsansätze habe, dann könnten auch Veranstaltungen stattfinden.

Auch in Zukunft wird Corona ein Teil des Lebens sein, ist der Palazzo-Chef überzeugt. „Man muss lernen, mit solchen Situationen zu leben. Deswegen wollen wir ein Beispiel dafür sein, wie man damit umgehen kann“, sagt er im Podcast.

Man habe sechsstellige Summen in die Hand genommen, um ein hochprofessionelles, maßgeschneidertes Lüftungskonzept im Spiegelpalast zu installieren. Statt 650 sei die Zahl der Plätze auf 350 reduziert worden, so dass die Abstandsregeln von 1,50 Meter eingehalten würden. Dort, wo es zu eng werde, gebe es Glaswände, darüber hinaus kontrollierte Einlass- und Gastrosysteme. „Durch unsere Hygienemaßnahmen schaffen wir es, das Infektionsrisiko auf ein absolutes Minimum zu reduzieren“, verspricht Balschbach. Natürlich gebe es keine 100-prozentige Sicherheit, aber die gebe es nirgendwo auf dieser Welt. Er ist überzeugt: „Im Palazzo wird man sich mit Corona nicht anstecken.“ Der Gast solle nicht an das Virus denken, sondern die Lebensfreude genießen, die er aus 20 Jahren Palazzo gewohnt sei.

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