Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen Zwei Ausstellungen werden verlängert / Neue Termine für „Eiszeit-Safari“ und Tutanchamun-Sonderschau

Fotos zur Sehnsucht nach fernen Welten

Reiselust? Bei dem Wort mag man wehmütig werden, denn die corona-Pandemie macht Reisen derzeit unmöglich – außer gedanklich, mit Bildern. Dabei wollen die Reiss-Engelhorn-Museen helfen. Sie verlängern die vielbeachtete Ausstellung vom Forum Internationale Photographie „In 80 Bildern um die Welt“ im Museum Zeughaus nicht nur bis 4. Juli 2021, sondern produzieren dazu derzeit noch ein reich bebildertes Begleitbuch, das Anfang Februar erscheinen soll.

Es werde „ein Schau- und Leselust weckender und um die Welt führender Fotoband“, so Wilfried Rosendahl, derzeit Direktor Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen und ab 2021 Generaldirektor. Mit Claude W. Sui und Stephanie Herrmann bereitet er derzeit das Buch vor, das 128 Seiten mit 90 Abbildungen umfasst – darunter zahlreiche erstmals veröffentlichte Fotos aus Beständen des Forum Internationale Photographie. Ermöglicht wird das dank einer finanziellen Unterstützung des Fördererkreises für die Reiss-Engelhorn-Museen. Im Februar 2021, hofft Rosendahl, kann es eine Buchvorstellung geben – als erste Veröffentlichung seiner Amtszeit.

Bildikonen vom „Stern“

Derzeit sind die Reiss-Engelhorn-Museen geschlossen – und es bleibt ungewiss, wann sie wieder Besucher empfangen dürfen. Dennoch haben sie jetzt voller Optimismus das Ausstellungsprogramm für das kommende Jahr veröffentlicht.

Beide seit Sommer laufenden Fotoausstellungen werden verlängert. „In 80 Bildern um die Welt“, zunächst bis 10. Januar geplant, läuft nun bis 4. Juli. Die fotografische Weltreise vereint faszinierende Reisefotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert – von frühen Fotopionieren über Bildikonen der legendären „Stern“-Reporter bis zu Vertretern der klassischen Moderne wie Henri Cartier-Bresson und dem Mannheimer Robert Häusser. Sie zeigt, wie sich das Reisen, aber auch die Fototechnik im Laufe der Zeit verändert haben.

Zeitgenössische Fotokunst präsentiert die Ausstellung „wie lange noch“ von Jörg Brüggemann über Autobahnen, ebenso bis Januar geplant. Sie wird ebenfalls verlängert und ist bis 24. Mai 2021 zu sehen.

Eigentlich derzeit schon lange laufen sollte die Erlebnisausstellung „Eiszeit-Safari“ über das Leben und die Tiere der letzten Eiszeit vor 35 000 bis 15 000 Jahren. Sie ist wegen der Corona-Pandemie auf den Zeitraum 18. April 2021 bis 13. Februar 2022 verlegt worden und umfasst mehr als 100 Exponate – darunter zahlreiche lebensechte Tierrekonstruktionen und Skelette sowie Mitmach-Stationen.

Vom 10. September 2021 bis 27. Februar 2022 soll nun einer der berühmtesten ägyptischen Herrscher zu Gast im Museum Zeughaus sein. Das Unternehmen SC Exhibitions zeigt dann, was eigentlich schon ab Mai diesen Jahres geplant war, in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen die Sonderausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ über den legendären Pharao sowie seine Reichtümer.

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